English Woman's Journal - Norris gewinnt erneut - Horror-Heimspiel für Verstappen

Norris gewinnt erneut - Horror-Heimspiel für Verstappen


Norris gewinnt erneut - Horror-Heimspiel für Verstappen
Norris gewinnt erneut - Horror-Heimspiel für Verstappen / Foto: SIMON WOHLFAHRT - SID

Der Weltmeister setzt seine Aufholjagd fort: Lando Norris hat auch den Großen Preis der Niederlande gewonnen und seinen zweiten Sieg nacheinander in der Formel 1 gefeiert. Während der McLaren-Pilot vor WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli und George Russell in den Silberpfeilen triumphierte und zum Start in die zweite Saisonhälfte seine eigenen Ambitionen im Titelrennen unterstrich, erlebte Lokalmatador Max Verstappen beim Abschied aus Zandvoort ein Horror-Heimspiel.

Textgröße ändern:

Der gesundheitlich angeschlagene Fanliebling verlor bereits am Ende der ersten Runde in der berüchtigten Steilkurve die Kontrolle über seinen Red Bull und krachte mit vollem Tempo in die Streckenbegrenzung, blieb dabei aber glücklicherweise unverletzt. Es ist der vorläufige Tiefpunkt in einem Jahr, in dem der so erfolgsverwöhnte viermalige Weltmeister aus sportlicher Sicht weiter kein Land sieht.

Viel besser läuft es für Norris. Noch liegt er zwar 83 Punkte hinter Antonelli, doch das Papaya-Team ist mittlerweile auf Augenhöhe mit den Silberpfeilen. Erste Verfolger vor dem Rennen in Monza Anfang September sind nun Russell und Lewis Hamilton, der Vierter wurde. Beide haben 59 Zähler Rückstand.

Nico Hülkenberg, der im Chaos der ersten Runde nur knapp einer Kollision mit seinem Audi-Teamkollegen Gabriel Bortoleto aus dem Weg gegangen war, jubelte derweil über sein bestes Saisonergebnis. Der Emmericher belegte Rang acht, nach Ungarn erreichte er zum zweiten Mal nacheinander die Punkteränge.

Die "Orange Army" blickte voller Vorfreude dem letzten Grand Prix in Zandvoort entgegen - und wünschte sich von ihrem Helden noch einmal eine große Show. "Döp döp dödöp, Max Verstappen", skandierten die euphorisierten Anhänger quasi in Dauerschleife. Die Unterstützung sei "immer sehr, sehr besonders", sagte Verstappen, der nur von Platz sieben startete: "Wir werden versuchen, heute noch eine weitere Erinnerung hinzuzufügen."

Nachdem beim Sprint und der Qualifikation der Regen erst in der Schlussphase vom Himmel gefallen war, meldete er sich nun gut 45 Minuten vor Rennbeginn an. "Mit den Streckenbedingungen ist es ein bisschen eine Lotterie", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff bei Sky. Doch weil der Regen schnell nachließ, starteten alle auf Trockenreifen.

Während Norris Platz eins verteidigte und Antonelli an Russell vorbeizog, stieg Verstappen wenig später aus seinem völlig zerstörten Red Bull aus - und Hunderttausende Herzen in Zandvoort brachen auseinander. "Mir geht es gut. Scheiße, sorry", funkte Verstappen. Um die Strecke zu säubern und das Auto zu bergen, wurde das Rennen für gut 30 Minuten mit der Roten Flagge unterbrochen.

Beim Restart drückte sich Antonelli innen an Norris vorbei und übernahm Platz eins. Der Italiener, der auf den Mediums unterwegs war, drückte auf das Tempo, nur Norris konnte mit seinen Softs einigermaßen den Anschluss halten. Weiter hinten holte sich Russell in Runde 19 dank eines langsamen Stopps von Oscar Piastri Rang drei zurück. Drei Runden später wechselten dann auch Antonelli und Norris auf die harten Reifen.

Norris war dran, biss sich zunächst aber am Führenden die Zähne aus. Um einen Undercut zu vermeiden, ging Antonelli in der 41. Runde wieder an die Box, Norris reagierte erst sieben Runden später. Der Brite flog nun an den Silberpfeil heran - und zog vorbei. Antonelli wechselte unter dem Virtuellen Safety Car noch einmal auf Soft und lag somit hinter Russell. Doch der Brite ließ den Teenager vorbei.

R.Mcintosh--EWJ

Empfohlen

Volleyballer scheiden im EM-Viertelfinale aus

Die deutschen Volleyballer haben bei der Europameisterschaft eine Sensation gegen Polen verpasst und sind im Viertelfinale ausgeschieden. Die Mannschaft von Bundestrainer Massimo Botti verlor am Dienstag im bulgarischen Sofia 0:3 (23:25, 17:25, 17:25) gegen den Titelverteidiger und Weltranglistenersten. Bester Scorer für Deutschland war Erik Röhrs mit zwölf Punkten.

München und NRW-Städte bei deutscher Olympia-Bewerbung vorn

Im Rennen um den deutschen Olympia-Bewerber hat München kurz vor der entscheidenden Abstimmung hauchdünn die Nase vorn - vor der Region Köln/Rhein-Ruhr. Berlins Bewerbung schneidet im Bericht der Evaluierungskommission mit Abstand am schlechtesten ab, wie der Sport-Informations-Dienst (SID) am Dienstag berichtete. Der Kommissionsbericht ist ein wesentlicher Faktor für die am Samstag erwartete Abstimmung innerhalb des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB).

DOSB: Kommission sieht München dicht vor Köln/Rhein-Ruhr

München und Köln/Rhein-Ruhr "sehr gut" und dicht beieinander, Berlin abgeschlagen: Im nationalen Wettstreit um die Rolle des deutschen Olympiabewerbers um Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 spricht vor der Wahl am Samstag alles für einen Zweikampf zwischen Süd und West - die Hauptstadt steckt faktisch in der Rolle des krassen Außenseiters. Diesen Schluss legt der am Dienstagabend veröffentlichte Bericht der Evaluierungskommission nahe, dessen Ergebnisse für die Stimmberechtigten bei der Abstimmung in Baden-Baden allerdings nicht bindend sind.

Rad-WM: Deutsche Mixed-Staffel verpasst Medaille

Franziska Koch ging aus dem Sattel und drückte ihre letzten Kraftreserven in die Pedale, doch der Medaillenkampf war längst verloren: Die deutschen Radprofis sind bei der Straßen-WM in Montréal nach einem holprigen und teils unglücklichen Rennen an einem weiteren Podestplatz vorbeigefahren.

Textgröße ändern: