English Woman's Journal - Tumulte nach WM-Finale: Zehn Spiele Sperre für Paredes

Tumulte nach WM-Finale: Zehn Spiele Sperre für Paredes


Tumulte nach WM-Finale: Zehn Spiele Sperre für Paredes
Tumulte nach WM-Finale: Zehn Spiele Sperre für Paredes / Foto: CHARLY TRIBALLEAU - SID

Gut einen Monat nach dem Finale der Fußball-WM hat die FIFA drakonische Strafen gegen Vize-Weltmeister Argentinien verhängt. Die teils heftigen Sperren und Geldbußen, die aus mehreren Vorfällen resultieren, betreffen sowohl Spieler und Offizielle als auch den Verband. Am härtesten traf es den am 19. Juli nach Schlusspfiff ausgerasteten Leandro Paredes, auch der Spanier Gavi erhielt eine Strafe.

Textgröße ändern:

Mittelfeldspieler Paredes von den Boca Juniors wurde vom Weltverband für zehn Länderspiele gesperrt und muss zudem 90.000 US-Dollar (rund 77.000 Euro) zahlen. Er hatte nach Abpfiff des Endspiels gegen Spanien (0:1) Gegenspieler Gavi mit der Hand ins Gesicht geschlagen und ihn dann zu Boden gestoßen. Sein Mitspieler Nahuel Molina (AS Rom), der Spaniens Kapitän Rodri mit der Faust gegen die Brust geschlagen hatte, wurde für sieben Spiele gesperrt und erhielt die gleiche Geldstrafe. Die Sperren gelten nur für Spiele mit der Nationalmannschaft.

Der argentinische Verband erhielt wegen eines anderen Vorfalls eine hohe Geldstrafe. Spieler hatten nach dem 2:1-Halbfinalsieg über England auf dem Platz ein Banner präsentiert, auf dem "Las Malvinas son Argentinas" ("Die Falkland-Inseln gehören zu Argentinien") geschrieben stand. Wegen Verstößen in den Bereichen "Nutzung einer Sportveranstaltung für sportfremde Kundgebungen", "Fehlverhalten eines Teams" und "Ordnung und Sicherheit bei Spielen" muss die AFA 321.000 Dollar (ca. 275.000 Euro) blechen. Zudem dürfen bei den nächsten beiden Spielen der Nationalmannschaft nur 50 Prozent der Zuschauer ins Stadion.

Der Spanier Gavi (FC Barcelona) sowie die Argentinier Thiago Almada (River Plate) und Roberto Ayala (Co-Trainer) wurden von der FIFA für ein Spiel gesperrt und müssen 30.000 Dollar (25.700 Euro) zahlen. Alle Parteien hätten "zehn Tage Zeit, eine Begründung zu beantragen", die die FIFA bei Bestätigung des Antrags online veröffentlichen würde, heißt es in der Erklärung. Die Entscheidungen können angefochten werden.

L.MacDonald--EWJ

Empfohlen

Judo-Bundesliga: Japaridse nach Ausraster lebenslang gesperrt

Der georgische Kämpfer Akaki Japaridse ist nach seinem gewaltsamen Ausraster auf Lebenszeit für die Judo-Bundesliga gesperrt worden. Der 24-Jährige darf somit nicht mehr für einen Verein des Deutschen Judobundes (DJB) gemeldet werden oder dort kämpfen. Diese Entscheidung teilte der DJB am Dienstag mit.

Niroomand hält an Berliner Olympiaplänen fest

Kaweh Niroomand, der Olympiabeauftragte Berlins, hält trotz des Erfolgs der Linken bei der Abgeordnetenhauswahl weiter an der Bewerbung der Hauptstadt um die Sommerspiele fest. "Fest steht, dass alle potenziellen zukünftigen Regierungsparteien die Bewerbung in den letzten vier Jahren auch schon unterstützt haben. Wir werden in den nächsten Tagen Gespräche auf politischer Ebene führen, um noch rechtzeitig ein positives Signal an den deutschen Sport schicken zu können", sagte Niroomand im Interview mit der Welt.

FairSquare: Infantinos Reformwille "nicht ernst gemeint"

Die Organisation FairSquare hält die Reformbereitschaft des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino für wenig glaubhaft. Das Angebot des massiv in der Kritik stehenden Schweizers, offen für eine externe Überprüfung der Governance und Änderungen in den Entscheidungsprozessen des Fußball-Weltverbandes zu sein, sei "offensichtlich nicht ernst gemeint", kritisierte FairSquare-Direktor Nicholas McGeehan am Dienstag im SID-Gespräch.

Deutsche Olympia-Chancen: "In der Lage, flexibel zu reagieren"

Sportwissenschaftler und Historiker Stephan Wassong räumt den deutschen Olympia-Ambitionen nach der bevorstehenden nationalen Kandidatenkür gute Erfolgsaussichten ein. "Ich glaube, dass man in Deutschland vortragen muss, dass man über ein sehr solides finanzielles Konzept verfügt, das auch angepasst werden kann an sich ändernde wirtschaftliche Bedingungen, an politische Bedingungen, das heißt: Man ist in der Lage, flexibel zu reagieren", sagte der Leiter des Instituts für Sportgeschichte an der Deutschen Sporthochschule Köln im SID-Interview.

Textgröße ändern: