English Woman's Journal - Formel 1: Verstappen gewinnt in Belgien

Formel 1: Verstappen gewinnt in Belgien


Formel 1: Verstappen gewinnt in Belgien
Formel 1: Verstappen gewinnt in Belgien / Foto: Geert Vanden Wijngaert - SID

Weltmeister Max Verstappen (Niederlande/Red Bull) hat den Großen Preis von Belgien gewonnen und seine Führung in der WM-Wertung weiter ausgebaut. Für Verstappen, vom 13. Startplatz aus ins Rennen gegangen, war es der neunte Sieg im 14. Saisonrennen. Die Plätze zwei und drei belegten Verstappens Teamkollege Sergio Perez (Mexiko) und

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Max Verstappen macht es (fast) wie Michael Schumacher - und beseitigt die letzten Fragezeichen, ob ihn jemand auf dem Weg zu seinem zweiten WM-Titel noch stoppen kann. Als 13. gestartet, gewann der Niederländer den Großen Preis von Belgien in demoralisierender Dominanz. Formel-1-Rekordweltmeister Schumacher hatte 1995 in Spa von Rang 16 aus triumphiert, aber sehr viel mehr kämpfen müssen.

Verstappen degradierte bei seinem bereits neunten Saisonsieg seine Fahrerkollegen zu Statisten und führt die WM mit 284 Punkten fast schon vorentscheidend an. Neuer "Verfolger" nach 14 von 22 Rennen ist sein Red-Bull-Teamkollege Sergio Perez (191), der als Zweiter gestartet war und diesen Platz auch ins Ziel brachte. Ferrari-Pilot Carlos Sainz (Spanien) wurde Dritter. Ferraris Hoffnungsträger Charles Leclerc war direkt hinter Verstappen gestartet, für ihn ging es nur auf Rang fünf nach vorne.

Keiner der 20 Fahrer startete von der Position, für die er sich qualifiziert hatte. Grund dafür waren Rückversetzungen gegen acht Piloten, an deren Rennwagen Motorteile und Getriebe gewechselt wurden. Dazu gehörten Verstappen, Leclerc und auch Mick Schumacher. Der Haas-Pilot hatte von ganz hinten keine Chance auf Punkte und belegte Rang 17. Deutlich besser lief es für Sebastian Vettel (Heppenheim/Aston Martin), der in einem unauffälligen Rennen den achten Platz erreichte.

"Max wird wahrscheinlich ziemlich locker gewinnen", unkte Mercedes-Pilot George Russell vor dem Rennen, nachdem der Niederländer im Qualifying eine Klasse für sich gewesen war. Verstappen sei "in einer Überform. Das wird schwer für die anderen", prophezeite Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko vor dem Klassiker in Spa-Francorchamps, der auch 2023 im Rennkalender stehen wird.

Das diesjährige Rennen in Spa begann spektakulär: Polesetter Sainz kam am besten weg, dahinter griff Rekordweltmeister Lewis Hamilton seinen alten Rivalen Fernando Alonso an, zog am Alpine vorbei, ließ dem Spanier aber nicht genug Platz. Es kam zur Kollision, Hamilton war raus. "Was für ein Idiot", schimpfte Alonso im Funk. Hamilton räumte seinen Fehler ein.

Verstappen hatte nach der ersten Runde bereits fünf Plätze gutgemacht, ehe ihm eine Safety-Car-Phase weiter in die Karten spielte. Auslöser war ein Dreher von Williams-Pilot Nicholas Latifi in Runde zwei, der den Alfa Romeo von Valtteri Bottas ins Aus beförderte.

Bei Leclerc verfing sich ein Teil in der Bremsbelüftung, der Monegasse musste nach vier Runden einen unplanmäßigen Stopp einlegen und fiel weit zurück - während Verstappen schon in der sechsten Runde den fünften Platz von Vettel eroberte. Nach einem Viertel der Renndistanz von 44 Runden war Verstappen schließlich an der Spitze. Dass es so einfach gehen würde, hatte wohl auch Helmut Marko nicht erwartet.

Zwar fiel Verstappen nach seinem ersten Reifenwechsel zunächst wieder hinter Sainz zurück, doch dieser durfte sich nur wenige Minuten über Rang eins freuen: Verstappen war teilweise mehr als zwei Sekunden pro Runde schneller als der Spanier. In der Endphase kontrollierte Verstappen das Geschehen nach Belieben, der Abstand zur Konkurrenz war dennoch deutlich. Trotz schlechter Vorzeichen: Verstappens 29. Grand-Prix-Sieg war einer seiner einfacheren.

K.R.Jones--EWJ

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