English Woman's Journal - FIFA: FairSquare fordert Wahl-Ausschluss Infantinos

FIFA: FairSquare fordert Wahl-Ausschluss Infantinos


FIFA: FairSquare fordert Wahl-Ausschluss Infantinos
FIFA: FairSquare fordert Wahl-Ausschluss Infantinos / Foto: DAVID SALAZAR - SID

In einem Schreiben der Organisation FairSquare an den Fußball-Weltverband FIFA wird der Ausschluss von Gianni Infantino von der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr gefordert. Begründet wird die Forderung damit, dass sich der Schweizer bereits in seiner "dritten und letzten" Amtszeit befinde und eine Wiederwahl beim Kongress im März 2027 gegen die in den Statuten verankerte Begrenzung verstoßen würde.

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Infantino trat sein Amt 2016 nach den Korruptionsskandalen der FIFA als Nachfolger von Joseph Blatter an. Im Dezember 2022 teilte der Weltverband nach einer Sitzung des Councils mit, dass der Zeitraum von 2016 bis 2019 nicht unter die Amtszeitbegrenzung für Infantino falle. Die Organisation FairSquare, die bereits wegen Infantinos Nähe zu US-Präsident Donald Trump Beschwerde bei der FIFA-Ethikkommission eingereicht hat, kritisiert, dass der Weltverband nie eine "rechtliche Grundlage" dafür kommuniziert habe.

Die Regel zur Amtszeitbegrenzung sei "eindeutig" und sehe "keine Ausnahme aufgrund der vollständigen oder unvollständigen Dauer der Amtszeit oder der Art des Kongresses – ordentlich oder außerordentlich – vor, in dem die Wahl stattfand", zitierte das Portal The Athletic aus dem Brief, der an drei Mitglieder eines FIFA-Überprüfungsgremiums gerichtet sei, das dem Governance-, Prüfungs- und Compliance-Ausschuss untersteht.

FairSquare argumentiert demnach, dass "eine Auslegung, die die ersten drei Amtsjahre außer Acht lassen würde, auch dem Geist und Zweck der Regel zuwiderlaufen würde". Daher habe man die FIFA aufgefordert, "ihre eigenen Regeln durchzusetzen und Infantino von einer erneuten Kandidatur auszuschließen", teilte die Organisation am Montag mit. Das Vorgehen in dieser Thematik sei dazu ein weiteres Beispiel dafür, dass Infantino "die FIFA eher wie eine Diktatur als eine Demokratie" führe.

Aufgrund seines inzwischen verworfenen WM-Investorenplans steht der FIFA-Chef ohnehin seit Wochen in der Kritik. Die Kontinentalverbände aus Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika haben den Ton gegenüber Infantino verschärft, einzelne nationale Verbände aus den Konföderationen haben dem 56-Jährigen dennoch Unterstützung zugesagt. Ein möglicher Gegenkandidat hat sich bislang nicht aus der Deckung gewagt.

N.Macleod--EWJ

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