English Woman's Journal - "Keine Playstation": UEFA will zum VAR-Ursprung zurück

"Keine Playstation": UEFA will zum VAR-Ursprung zurück


"Keine Playstation": UEFA will zum VAR-Ursprung zurück
"Keine Playstation": UEFA will zum VAR-Ursprung zurück / Foto: Bruno de Carvalho - picture-alliance/ZUMA Press Wire/SID

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will zum Ursprungsgedanken des Video-Assistenten (VAR) zurückkehren und durch eine Form der Standardisierung die Schiedsrichter in ihren Entscheidungen stärken. Das erklärte UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti im Rahmen der Vorstellung von Clear Line, einer neuen Online-Plattform, die klare Richtlinien für die einheitliche Anwendung der Regeln und den VAR-Einsatz in den europäischen Ligen und Europapokal-Wettbewerben bietet.

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Entscheidungen der Referees sollen durch Clear Line, das für jedermann auf der UEFA-Webseite einsehbar ist und rund 150 Referenzszenen bietet, nachvollziehbarer werden. "Die Idee ist, bei der Anwendung der Regeln für mehr Einheitlichkeit zu sorgen", sagte Rosetti bei einem Pressetermin mit wenigen ausgewählten Medien, darunter der kicker.

"Wir wollten zum Ursprung des VAR zurückkehren", erklärte Rosetti und verwies auf Szenen wie Diego Maradonas Tor der Hand Gottes gegen England bei der WM 1986: "Wir sind mit dieser Art der Nutzung des VAR nicht mehr zufrieden. Wir wollen ein Stück weit zurückgehen und die Schiedsrichter wieder ins Zentrum stellen."

Der VAR soll künftig wieder "nur bei klaren und offensichtlichen Situationen" eingreifen, sagte der Italiener: "Eine Zeit lang ging die Entwicklung zu immer mehr Interventionen, aber wir haben es damit letztlich übertrieben. Wir wollen keine mikroskopischen Eingriffe, und es geht auch nicht um eine zweite Chance für den Schiedsrichter. Sondern um klare und offensichtliche Fehlentscheidungen, nichts anderes." Der Kontext sei "wichtig. Es ist Fußball, nicht die Playstation. Wir müssen sehr, sehr vorsichtig sein."

Die Dauer von VAR-Überprüfungen bereitet Rosetti große Sorgen. Jede Überprüfung, die länger als 90 Sekunden dauere, berge das Risiko, "an Glaubwürdigkeit zu verlieren". Auch soll als Grundlage für eine Rote Karte die Dynamik der Situation an Bedeutung gewinnen. Sogenannte "Standbild-Entscheidungen" werden zwar weiterhin eingespielt, anschließend aber mehrere Wiederholungen in Echtzeit.

B.Jamieson--EWJ

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