English Woman's Journal - England in Schockstarre: "Fans wütend auf Tuchel"

England in Schockstarre: "Fans wütend auf Tuchel"


England in Schockstarre: "Fans wütend auf Tuchel"
England in Schockstarre: "Fans wütend auf Tuchel" / Foto: JUSTIN SETTERFIELD - SID

Thomas Tuchel steckte die linke Hand in seine Hosentasche und lief wie in Trance über den Rasen von Atlanta. Nah, so unglaublich nah war er dran gewesen, den englischen WM-Final-Fluch nach 60 Jahren zu brechen - aber: England bleibt England, selbst mit deutschem Trainer.

Textgröße ändern:

Und Tuchel weiß, was das bedeutet. "England-Fans wütend auf Tuchel - das geht auf seine Kappe", schrieb die Boulevardzeitung The Sun unmittelbar nach dem furchtbar bitteren 1:2 (0:0) im Halbfinale gegen den Weltmeister Argentinien in einer Blitz-Auswertung von Internet-Kommentaren.

Der Trainer werde für "feige" Auswechslungen nach der zwischenzeitlichen 1:0-Führung geradezu niedergemacht. "Das ist herzzerreißend. Tuchels Wechsel gehen nach hinten los", kommentierte auch der Mirror. Der Telegraph vermutete sofort: "Die Vorwürfe werden noch Jahre anhalten."

Es werden also ungemütliche Tage werden, aber Tuchel war ohnehin erst einmal in Schockstarre. Genau wie Harry Kane, der nach dem Abpfiff noch minutenlang vor sich hin starrte und zu keinerlei Bewegung mehr fähig war. "Mir tut es leid für die Jungs, die ganze Mannschaft, die Fans", sagte der Bayern-Star. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben irgendwie versucht, das 1:0 durchzubringen. Wir haben alles gegeben, Blut, Schweiß und Tränen - aber es hat nicht gereicht."

Für das Spiel um Platz drei am Samstag gegen die ebenfalls bitter enttäuschten Franzosen werden sich die Engländer noch einmal motivieren müssen. Es wird ihnen sehr schwer fallen. "Es gab viele Stolpersteine auf dem Weg und viel zu viele Demütigungen im Laufe der Jahre", schrieb der Telegraph. "Aber als England fünf Minuten vor Schluss in einem WM-Halbfinale führte, hatte man das Gefühl, dass es diesmal vielleicht anders sein könnte." Am Ende aber blieb England eben England.

L.Scott--EWJ

Empfohlen

Dank Frankreich: Kombination hofft wieder auf Olympia 2030

Die Nordische Kombination hat die Hoffnung auf eine Olympia-Teilnahme 2030 noch nicht ganz aufgegeben. "In Frankreich formiert sich gerade eine Initiative um Olympiasieger Jason Lamy Chappuis und den ehemaligen Biathleten Martin Fourcade. Sie haben im November einen Termin bei Präsident Emmanuel Macron. Das wäre eine Chance", sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel am Dienstag in Herzogenaurach.

"Job in danger"? United und Carrick in der Krise

Michael Carrick stapfte schnurstracks zur Gästekurve des kleinen Stadions am Comer See. Vor den nur noch wenigen verbliebenen Fans von Manchester United hob der Teammanager entschuldigend beide Arme nach oben. "Es ist mehr als enttäuschend. Ich übernehme zu 100 Prozent die Verantwortung für das gesamte Team und die Leistung", sagte Carrick nach dem 1:4 (0:1) bei Como 1907 und beteuerte: "Damit hat es sich – bei mir endet die Verantwortung."

Ballon d'Or: Kane sieht sich als Mitfavorit

Die Entscheidung naht, die Spannung steigt - und Stürmerstar Harry Kane vom FC Bayern sieht sich im Rennen um den Ballon d'Or als Mitfavorit. "Ja, auf jeden Fall", sagte der 33-Jährige nach dem 2:2 (1:1) im Champions-League-Duell gegen den FC Arsenal bei DAZN: "Ich hatte im vergangenen Jahr eine herausragende Saison und bin sehr stolz darauf."

Petros peilt Europarekord beim Frankfurt-Marathon an

Europameister Amanal Petros will am Sonntag in Frankfurt den nächsten Meilenstein seiner Karriere erreichen. "Ich habe so gut trainiert, dass ich weiß, ich kann den Europarekord laufen", sagte der 31 Jahre alte Marathonläufer im Interview mit Home of Sports.

Textgröße ändern: