English Woman's Journal - Waerenskjold gewinnt Express-Etappe im Sprint

Waerenskjold gewinnt Express-Etappe im Sprint


Waerenskjold gewinnt Express-Etappe im Sprint
Waerenskjold gewinnt Express-Etappe im Sprint / Foto: ANNE-CHRISTINE POUJOULAT - SID

Sören Waerenskjold beendete die schnellste Tour-Etappe der Geschichte mit einem Jubelschrei am Ufer der Loire, die düpierte Sprint-Konkurrenz um den abermals geknickten Pascal Ackermann rollte völlig ausgepumpt und enttäuscht über die Ziellinie. In einer historischen Express-Etappe hatten sich die Hoffnungen auf das Ende der deutschen Durststrecke erneut zerschlagen - auch, weil der Norweger Waerenskjold das richtige Gespür für den Moment bewies.

Textgröße ändern:

Im chaotischen Massensprint der 11. Etappe lancierte der 26-Jährige frühzeitig den Zielsprint und rettete den knappen Vorsprung für seinen ersten Tour-Etappensieg ins Ziel. Waerenskjold verwies den Niederländer Olav Kooij (Decathlon CMA CGM) und den Belgier Japser Philipsen (Alpecin-Premier Tech) auf die Plätze. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,91 km/h war es die schnellste Straßenetappe in der Geschichte der Tour de France – über alle 113 Austragungen hinweg. Ackermann (Jayco AlUla) wurde als bester Deutscher Zehnter. Der letzte deutsche Tageserfolg bei der Frankreich-Rundfahrt liegt mehr als fünf Jahre zurück.

Das Gelbe Trikot von Spitzenreiter Tadej Pogacar geriet auf dem weitgehend flachen Teilabschnitt an das Ufer der Loire nicht in Gefahr. Der viermalige Gesamtsieger aus Slowenien (UAE Emirates-XRG) hat weiter 3:36 Minuten Vorsprung auf Verfolger Jonas Vingegaard (Dänemark/Visma-Lease a Bike). Der Vorjahresdritte Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) ist Sechster (+4:44).

Nach den Hitzetagen der ersten Tour-Hälfte sorgte der verregnete Auftakt zur 11. Etappe für eine willkommene Abwechslung. Das Risiko scheuten die Fahrer auf rutschigem Asphalt nicht, der Kampf um den Sprung in die Fluchtgruppe des Tages wurde mit Vollgas ausgefahren. Ein Quartett um den zweimaligen französischen Weltmeister Julian Alaphilippe setzte sich ab. Mit nur zwei Bergwertungen der 4. Kategorie waren Erfolgsaussichten jedoch praktisch nicht vorhanden.

Denn das Tempo auf der Express-Etappe blieb auch bei aufklarendem Himmel hoch. Zur Halbzeit lag der Temposchnitt bei über 52 km/h. Pogacar rollte im Gelben Trikot locker mit, einzig ein Defekt seines Funkgeräts störte den für ihn ansonsten ereignisarmen Tag. Pogacars deutscher Edelhelfer Nils Politt half mit einem Ersatzgerät aus - Pogacar war schnell wieder auf Empfang.

Der frühere deutsche Meister Georg Zimmermann sorgte mit einem Sturz in der Verpflegungszone rund 30 km vor dem Ziel für einen Schreckmoment. Der Profi des Teams Lotto-Intermarché stieg wieder aufs Rad, wurde jedoch von den Tour-Medizinern betreut.

Hektisch wurde es im Kollektiv erst im Finale. Eine Engstelle sechs Kilometer vor dem Ziel nahm das Peloton ohne Zwischenfälle, dann begann die Vorbereitung auf den "Sprint Royal". Die großen Namen wie Tim Merlier wurden von Waerenskjolds Vorstoß düpiert. Der Belgier, der bislang zwei Etappen im Sprint gewonnen hat, kam nicht über den 15. Platz hinaus.

Am Donnerstag bietet sich den Sprintern schon die vermutlich letzte Chance auf einen Tageserfolg. Die 179,1 km lange zwölfte Etappe von der ehemaligen Formel-1-Strecke in Magny-Cours nach Chalon-sur-Saône bietet gute Voraussetzungen für einen weiteren Massensprint.

Ch.Thomson--EWJ

Empfohlen

Dank Frankreich: Kombination hofft wieder auf Olympia 2030

Die Nordische Kombination hat die Hoffnung auf eine Olympia-Teilnahme 2030 noch nicht ganz aufgegeben. "In Frankreich formiert sich gerade eine Initiative um Olympiasieger Jason Lamy Chappuis und den ehemaligen Biathleten Martin Fourcade. Sie haben im November einen Termin bei Präsident Emmanuel Macron. Das wäre eine Chance", sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel am Dienstag in Herzogenaurach.

"Job in danger"? United und Carrick in der Krise

Michael Carrick stapfte schnurstracks zur Gästekurve des kleinen Stadions am Comer See. Vor den nur noch wenigen verbliebenen Fans von Manchester United hob der Teammanager entschuldigend beide Arme nach oben. "Es ist mehr als enttäuschend. Ich übernehme zu 100 Prozent die Verantwortung für das gesamte Team und die Leistung", sagte Carrick nach dem 1:4 (0:1) bei Como 1907 und beteuerte: "Damit hat es sich – bei mir endet die Verantwortung."

Ballon d'Or: Kane sieht sich als Mitfavorit

Die Entscheidung naht, die Spannung steigt - und Stürmerstar Harry Kane vom FC Bayern sieht sich im Rennen um den Ballon d'Or als Mitfavorit. "Ja, auf jeden Fall", sagte der 33-Jährige nach dem 2:2 (1:1) im Champions-League-Duell gegen den FC Arsenal bei DAZN: "Ich hatte im vergangenen Jahr eine herausragende Saison und bin sehr stolz darauf."

Petros peilt Europarekord beim Frankfurt-Marathon an

Europameister Amanal Petros will am Sonntag in Frankfurt den nächsten Meilenstein seiner Karriere erreichen. "Ich habe so gut trainiert, dass ich weiß, ich kann den Europarekord laufen", sagte der 31 Jahre alte Marathonläufer im Interview mit Home of Sports.

Textgröße ändern: