English Woman's Journal - Zurückhaltung bei der FIFA? Neuendorf weist Kritik zurück

Zurückhaltung bei der FIFA? Neuendorf weist Kritik zurück


Zurückhaltung bei der FIFA? Neuendorf weist Kritik zurück
Zurückhaltung bei der FIFA? Neuendorf weist Kritik zurück / Foto: ALEXANDER HASSENSTEIN - SID

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat Kritik an seiner Zurückhaltung auf dem sportpolitischen Parkett im Umfeld der Fußball-WM zurückgewiesen. Man könne "sicher sein, dass ich mich dieser Themen annehme", sagte der 64-Jährige am Freitag (Ortszeit) in New York. Er verwies aber darauf, dass es "Fingerspitzengefühl und Diplomatie" brauche: "Es hilft nicht, wenn ich alles, was ich weiß, auf den Markt trage."

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Laut Neuendorf, der Mitglied im Council des Weltverbandes FIFA ist und zuletzt unter anderem wiederholt die Vergabe des umstrittenen "FIFA-Friedenspreises" an US-Präsident Donald Trump verteidigte, sei es "manchmal besser, in Ruhe und hinter den Kulissen mit den Leuten zu reden". Sollte Handlungsbedarf entstehen, gebe es "entsprechende Ansprechpartner, an die wir uns vertrauensvoll wenden können".

Der DFB-Chef nannte Bemühungen um günstigere WM-Tickets als auch die Forderung nach höheren Prämien als erfolgreiche Beispiele. "Das haben wir als Europäer geschafft bei der FIFA. Das sind Themen, die kann man in Ruhe besprechen mit den Leuten, bei denen man weiß, dass sie die Entscheidungsträger sind. Und das findet auch statt", sagte Neuendorf.

Nach Angaben des Präsidenten will sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zudem für die Anhänger des deutschen Gruppengegners Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) einsetzen, denen nach Angaben einer Fanvereinigung die Visa für die Einreise in die USA verweigert wurden. Er wisse nicht, ob das schon abschließend entschieden sei, meinte Neuendorf, sollte es so sein, wäre dies aber "ein Vorgang, der für meine Begriffe nicht nachvollziehbar wäre". Man dürfe davon ausgehen, "dass ich mich um diese Sachen kümmere".

Die Visa-Vergabe für die Reise zur WM sorgt seit Wochen für Schlagzeilen. Auch Fans aus dem Iran, Haiti und Senegal können laut des American Immigration Council nicht in die USA einreisen. Deutschland trifft am 20. Juni im kanadischen Toronto auf die Elfenbeinküste.

T.Burns--EWJ

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