English Woman's Journal - Überragender Kane: Bayern stürmt zum Double

Überragender Kane: Bayern stürmt zum Double


Überragender Kane: Bayern stürmt zum Double
Überragender Kane: Bayern stürmt zum Double / Foto: TOBIAS SCHWARZ - SID

Der FC Bayern hat seine bemerkenswerte Saison mit dem zweiten Titel gekrönt und sich bei seiner Rückkehr an den Sehnsuchtsort Berlin dank Dreierpacker Harry Kane den 21. Pokalsieg der Vereinsgeschichte erkämpft. Der deutsche Meister rang in seinem ersten Endspiel im Olympiastadion seit sechs Jahren den lange ebenbürtigen VfB Stuttgart auch ohne Kapitän Manuel Neuer mit 3:0 (0:0) nieder und darf sich nun zum 14. Mal als Double-Sieger feiern lassen.

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Stürmerstar Kane (55./80./90.+2) schoss die Bayern in einer umkämpften Partie vor 74.036 Zuschauern mit seinen Saisontoren 59, 60 und 61 zum lang ersehnten Triumph und machte die bitteren Knockouts der vergangenen Jahre gegen Kiel, Gladbach, Freiburg, Saarbrücken und Leverkusen vergessen. Der VfB verpasste derweil ein Jahr nach dem Triumph gegen Arminia Bielefeld die erfolgreiche Titelverteidigung, es bleibt die erneute Qualifikation für die Champions League als Trostpreis.

Mit dem 46. Saisonsieg stellten die Bayern zudem ihren Vereinsrekord aus der historischen Triple-Saison 2012/13 ein. Neuer, auf den nach seinem Ausfall wegen erneuter Probleme an der Wade nun das Comeback in der Nationalmannschaft wartet, kürte sich mit seinem siebten Pokalsieg neben Bastian Schweinsteiger zum Rekordsieger.

Der Druck lag im Vorfeld klar aufseiten der Münchner. Nach einer starken Saison und dem Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain war ein Sieg in Berlin fast schon Pflicht - wenngleich die Bayern fast unisono betonten, die Bewertung der Spielzeit nicht nur an diesem einen Spiel festmachen zu wollen. "Einen bitteren Beigeschmack" würde eine Niederlage jedoch schon hinterlassen, gestand Kane.

Doch soweit wollten die Bayern gar nicht erst denken. Auch die kritischen Aussagen von Patron Uli Hoeneß hinsichtlich einer möglichen Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl konnten die Vorfreude auf das erste Pokalfinale seit sechs Jahren bei Verein und Fans nicht trüben. Die Anhänger feierten den "Rekordpokalsieger" mit einer großen Choreo vor Anpfiff, Tausende hatten sich bereits auf einem Fanmarsch durchs Berliner Westend auf das Endspiel eingestimmt. "Wir wollen das machen, was wir die ganze Saison gezeigt haben", betonte Kompany.

Das klappte in der Anfangsphase jedoch kaum. Vielmehr war es der VfB, der vor den Augen geballter Prominenz um Bundestrainer Julian Nagelsmann und Starcoach José Mourinho mit aggressivem Pressing und viel Einsatzwillen die Spielkontrolle übernahm - und auch gefährlich wurde. Ein erster Abschluss von Maximilian Mittelstädt (9.) landete am Außennetz, beim zweiten aus der Distanz (17.) musste sich Neuer-Ersatz Jonas Urbig dann aber schon strecken. Von den Bayern? Kam offensiv zunächst kaum etwas.

Erst nach einer halben Stunde verzeichnete Luis Díaz für den Meister den ersten richtigen Abschluss, stellte VfB-Torwart Alexander Nübel in dessen wohl letztem Spiel für Stuttgart aber vor keine Aufgabe. Kompany versuchte an der Seitenlinie derweil, seine Spieler nach vorne zu peitschen. Und tatsächlich fanden die Bayern kurz vor der Halbzeit etwas besser ins Spiel: Beim Distanzschuss von Josip Stanisic (37.) musste Nübel erstmals eingreifen.

Auch nach der Pause blieb das Spiel zunächst umkämpft - bis die Bayern im dichten Pyronebel eiskalt zuschlugen. Eine Flanke von Michael Olise verwertete Kane, der bis dahin kaum in Erscheinung getreten war, per Kopf aus kurzer Distanz. Konrad Laimer (61.) vergab nur kurz darauf aus ähnlicher Position kläglich. Kane legte nach - und blieb in der Nachspielzeit auch vom Punkt cool.

O.Wood--EWJ

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