English Woman's Journal - Magdeburg krönt sich vorzeitig zum Meister

Magdeburg krönt sich vorzeitig zum Meister


Magdeburg krönt sich vorzeitig zum Meister
Magdeburg krönt sich vorzeitig zum Meister / Foto: Jan Woitas - picture alliance/dpa/SID

Die Fans bejubelten jedes Tor in der umkämpften Crunchtime ekstatisch, mit der erlösenden Schlusssirene brachen endgültig alle Dämme: Der SC Magdeburg hat sich mit einem Zittersieg vorzeitig zum deutschen Handball-Meister gekrönt. Mit dem 31:30 (13:13) im Liga-Gipfel gegen die SG Flensburg-Handewitt sicherte das Team von Trainer Bennet Wiegert die vierte Meisterschaft nach 2001, 2022 und 2024. Dabei stehen drei Spiele noch aus.

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Während die Magdeburger schon auf der Platte tanzten, entschied das Kampfgericht die Partie noch zu ihren Gunsten. Eigentlich waren alle von einem 30:30 ausgegangen, schon das Unentschieden hätte dem SCM zum Titel gereicht. Doch auch das letzte Tor von Magnus Saugstrup zählte noch. Der Videobeweis gab Minuten nach der Schlusssirene Aufschluss.

Vor 6600 Zuschauern, unter ihnen Bundestrainer Alfred Gislason, hatte sich Magdeburg in der ausverkauften Getec-Arena zunächst allerdings schwergetan, in den Rhythmus zu finden und scheiterte zudem immer wieder an Flensburgs Torhüter Benjamin Buric. FCM-Keeper Matej Mandic, der zur Halbzeit eine starke Quote von 60 Prozent aufwies, hielt die Gastgeber lange im Spiel.

Die Partie blieb jedoch bis tief in die zweite Halbzeit heiß umkämpft, am Ende behielt Magdeburg die Nerven. Zum besten Werfer avancierte am Donnerstagabend Gisli Thorgeir Kristjansson mit jeweils sechs Toren, für die Gäste traf Simon Pytlick acht Mal.

Für die Flensburger hat die Niederlage im Topspiel Konsequenzen. Durch das 30:30 (11:15) der Füchse Berlin gegen die TSV Hannover-Burgdorf zog der Hauptstadt-Klub punktgleich (49:13) dank der besseren Tordifferenz vorbei auf Platz zwei. Nur die ersten beiden Mannschaften qualifizieren sich für die Champions League. Berlin und Flensburg treffen am letzten Spieltag (7. Juni) aufeinander.

In Magdeburg feierten sie bereits am Donnerstag - und vor allem Bennet Wiegert. Als Trainer und Sport-Geschäftsführer in Personalunion ist der 44-Jährige das Mastermind hinter den SCM-Erfolgen. Beim ersten Triumph 2001 war er als Spieler dabei, bei den Meisterschaften 2022 und 2024 stand er in der Haupt-Verantwortung.

Titel Nummer drei als Trainer habe für ihn einen "extrem hohen" Stellenwert, sagte Wiegert schon vor der Partie im Bild-Interview: "Die Bundesliga hat für mich die größte Wertigkeit. Es ist unheimlich hart, die stärkste Handball-Liga der Welt zu gewinnen." Mit der Titelverteidigung in der Königsklasse winkt dem SCM - unter Wiegert auch Champions-League-Sieger 2023 und 2025 - noch ein weiterer Titel in dieser Saison. Wie die Füchse ist Magdeburg für das Final Four in Köln (13./14. Juni) qualifiziert.

L.Paterson--EWJ

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