English Woman's Journal - Klatsche gegen die Schweiz: DEB-Team droht Vorrunden-Aus

Klatsche gegen die Schweiz: DEB-Team droht Vorrunden-Aus


Klatsche gegen die Schweiz: DEB-Team droht Vorrunden-Aus
Klatsche gegen die Schweiz: DEB-Team droht Vorrunden-Aus / Foto: Timo Stein - picture-alliance/BEAUTIFUL SPORTS/SID

Null Punkte, nur zwei Treffer und eine historische Derby-Klatsche: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft taumelt dem erneuten Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft entgegen. Im aufgeheizten Duell mit dem Gastgeber Schweiz kassierte das Team von Bundestrainer Harold Kreis beim 1:6 (0:0, 0:5, 1:1) die höchste WM-Niederlage gegen den Erzrivalen seit 1937.

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Damit droht wie im Vorjahr das Aus nach der Vorrunde, die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) ist nach der dritten Pleite im dritten Spiel Gruppenletzter. Weil auch Olympia mit den NHL-Stars um Leon Draisaitl zur Enttäuschung wurde, wächst der Druck auf Kreis ein Jahr vor der Heim-WM immer mehr. Der Abwärtstrend seit dem sensationellen WM-Silber 2023 hat sich rasant beschleunigt. Die letzten sieben WM-Partien hat Deutschland verloren, es ist die längste Pleitenserie seit 31 Jahren.

Um die geringen Chancen auf die K.o.-Runde zu wahren, muss die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Mittwoch (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaTV) Olympiasieger und Titelverteidiger USA schlagen. Die Amerikaner, die noch Verstärkung durch ihren NHL-Star Matthew Tkachuk erwarten, gewannen bislang lediglich gegen Aufsteiger Großbritannien und müssen ebenfalls um das Weiterkommen bangen.

Denis Malgin (26.), Sven Andrighetto (30./46.), Christoph Bertschy (30.), Nico Hischier (38.) und Kapitän Roman Josi (39.) besiegelten die dritte Niederlage in Folge gegen die Schweiz, die bei ihrer Heim-WM mit sechs NHL-Profis fast in Bestbesetzung nach zweimal Silber in Folge endlich den Titel gewinnen will. Das DEB-Team begann zwar deutlich zielstrebiger, geriet aber in eigener Überzahl in Rückstand. Dann nutzten die Schweizer individuelle Fehler zu einem Doppelschlag in 35 Sekunden. Danach brachen alle Dämme. Frederick Tiffels (56.) sorgte in seinem 100. Länderspiel für den Ehrentreffer.

Schon nach dem bitteren 0:2 24 Stunden zuvor gegen Lettland hatte die Enttäuschung tief gesessen. "Genauso frustriert wie ich hier stehe, sitzt die Mannschaft in der Kabine", hatte Kreis gesagt und über die Ursachen für die eklatanten Schwächen in Überzahl und Unterzahl gerätselt: "Es ist kein Mangel an System oder Verständnis, wie wir spielen wollen. Glaubt mir, die Jungs sind am meisten frustriert."

Vor dem Schweiz-Spiel wurde das Thema intensiv besprochen. "Wir haben mit den Jungs geredet, auch viel geredet", sagte Stürmer Dominik Kahun bei MagentaTV, "die Special Teams müssen besser werden."

Kreis stellte um: Für Philipp Grubauer bestritt der Berliner Finalheld Jonas Stettmer im Tor sein allererstes Länderspiel von Beginn an. In der Verteidigung ersetzte der Münchner WM-Debütant Phillip Sinn den Nürnberger Marcus Weber, im Sturm rotierte der Berliner Andreas Eder für seinen Klubkollegen Manuel Wiederer ins Team. Zudem baute Kreis die Sturmreihen um, "das gibt uns Auftrieb und Energie".

Das Powerplay blieb harmlos, die DEB-Auswahl kam in den ersten zwei Minuten mit einem Mann mehr gar nicht in die Aufstellung. Dafür funktionierte das erste Unterzahlspiel, die Schweiz kam kaum zum Schuss. Auch zu Beginn des Mittelabschnitts gelang in Überzahl kein Tor. Im Gegenteil: Malgin traf bei einem Konter für die dezimierten Gastgeber. Vor dem 0:2 patzte der bislang erschreckend schwache Berliner Kapitän Kai Wissmann. 35 Sekunden später war das Spiel entschieden.

K.R.Jones--EWJ

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