English Woman's Journal - Wieder unter eigener Flagge: Turn-Weltverband begnadigt Russen

Wieder unter eigener Flagge: Turn-Weltverband begnadigt Russen


Wieder unter eigener Flagge: Turn-Weltverband begnadigt Russen
Wieder unter eigener Flagge: Turn-Weltverband begnadigt Russen / Foto: Sefa Karacan - picture-alliance/Anadolu/SID

Die Rückkehr Russlands als Nation in den Weltsport schreitet auch ohne grünes Licht vom Internationalen Olympischen Komitee immer weiter voran. Gut einen Monat nach dem Schwimm-Weltverband hob auch der Exekutivausschuss des Turn-Weltverbandes World Gymnastics am Montag sämtliche Beschränkungen nicht nur gegen Athletinnen und Athleten aus Belarus, sondern auch aus Russland auf.

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Russen und Belarussen dürfen damit im Turnen trotz des anhaltenden Angriffskrieges gegen die Ukraine künftig wieder mit ihrer jeweiligen Nationalflagge und Nationalhymne antreten. Die Entscheidung gilt für Kunstturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolinturnen, Sportakrobatik und Sportaerobic.

Zunächst hatten kleinere Verbände, vornehmlich aus Kampfsportarten, die Sanktionen gegen Russland aufgehoben. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) ließ Russland für die Paralympics 2026 in Italien wieder zu - und erntete dafür besonders in der westlichen Welt heftige Kritik.

World Aquatics zog Mitte April als erster Verband einer olympischen Kernsportart nach, nun folgen die Turner. Der Leichtathletik-Weltverband World Athletics hingegen weigert sich weiter, selbst Belarussen wieder unter eigener Flagge und Hymne starten zu lassen - trotz der Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees.

Das IOC hatte am 7. Mai sämtliche Sanktionen gegen Athletinnen und Athleten aus Belarus aufgehoben, Russland bleibt dagegen vorerst ausgeschlossen. Es gebe auch "keinen festen Zeitplan" für eine Wiederanerkennung der Sportnation, sagte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry vor knapp zwei Wochen.

Zunächst will sich das IOC "ein besseres Bild der Situation" in Russland verschaffen, immerhin habe es zuletzt Hinweise gegeben, "welche die Welt-Anti-Doping-Agentur veranlasst haben, das russische Anti-Doping-System zu untersuchen". Die Ringe-Organisation tritt Ende Juni zu einer Exko-Sitzung und einer Vollversammlung wieder zusammen.

Russland und Belarus waren seit dem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 weitestgehend aus dem Weltsport verbannt worden. Nur Einzelathleten, die den Krieg nicht aktiv unterstützen, durften bis zuletzt unter neutralem Status starten, darunter bei Olympia 2024 in Paris und in diesem Jahr in Mailand/Cortina d'Ampezzo.

Ch.Thomson--EWJ

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