English Woman's Journal - Neuauflage des EM-Finals: Deutschland unterliegt starken Dänen

Neuauflage des EM-Finals: Deutschland unterliegt starken Dänen


Neuauflage des EM-Finals: Deutschland unterliegt starken Dänen
Neuauflage des EM-Finals: Deutschland unterliegt starken Dänen / Foto: BO AMSTRUP - Ritzau Scanpix/picture-alliance/SID

Deutschlands Handballer haben in der Neuauflage des EM-Endspiels eine deutliche Pleite gegen die Übermannschaft Dänemark kassiert. 103 Tage nach der Finalniederlage von Herning unterlag das Team von Bundestrainer Alfred Gislason im ersten Teil des Länderspiel-Doppelpacks 28:36 (13:21) in Kopenhagen. Am Sonntag trifft die DHB-Auswahl in Köln (15.30 Uhr/ProSieben, Joyn und Dyn) erneut auf den Olmpiasieger, Welt- und Europameister.

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Acht Monate vor dem Auftakt zur Heim-WM tat sich Deutschland vor allem in der ersten Halbzeit sichtlich schwer. Vorne gelang zu selten der Durchbruch in klare Wurfpositionen, hinten fehlten gegen die schnellen Umschaltmomente der Gastgeber Rückzug und Zugriff. In der zweiten Halbzeit arbeitete sich die DHB-Auswahl zunächst stark auf drei Treffer heran, doch verlor dann den Faden.

Der bislang letzte deutsche Sieg liegt mehr als zehn Jahre zurück. Erst im Februar hatte sich Dänemark gegen Deutschland zum Europameister gekrönt (34:27), am Sonntag kommt es zum 114. Aufeinandertreffen der beiden großen Handball-Nationen.

"Natürlich sind das sogenannte Freundschaftsspiele, aber ich weiß, dass beide Mannschaften Vollgas geben werden", sagte Gislason vor dem Anwurf. Der Bundestrainer, der angesichts seines 2027 auslaufenden Vertrags derzeit stets von Zukunftsfragen begleitet wird, wollte den Fokus aufs Sportliche legen. Es gebe "keine Wasserstandsmeldungen" zum Stand der Verhandlungen, betonte der Isländer.

Gegen das "Maß aller Dinge im Welthandball", wie Gislason die Dänen bezeichnete, erwischte die DHB-Auswahl einen mäßigen Start. Auf einen schnellen 0:3-Lauf zum 2:5 (6.) konnte Deutschland reagieren und kam dank mehrerer technischer Fehler der Dänen auf einen Treffer heran (6:7/13.). Gislason stellte zudem früh auf das Sieben gegen Sechs um und nahm Torhüter Andreas Wolff im Angriffsspiel immer wieder vom Feld.

Doch nach einer Auszeit von Dänemarks Trainer Niklaj Jakobsen konterten die Gastgeber bei Ballgewinnen oder den zahlreichen Paraden von Nielsen blitzschnell - häufig ins leere Tor. Deutschland ging mit einer Hypothek von acht Treffern in die Kabine. "Wir wollen Sieben gegen Sechs spielen. Da brauchen wir nicht nur Mut, sondern auch sehr viel Disziplin. Das haben wir in der einen oder anderen Stelle leider nicht so gezeigt, wie wir uns das vorgenommen haben", sagte Teammanager Benjamin Chatton.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den 10.431 Fans in der Royal Arena jedoch ein anderes Bild. Deutschland gelang mehr defensive Stabilität und fand angeführt von Spielmacher Juri Knorr einen Weg zurück ins Spiel. Linksaußen Vincent Büchner vom ThSV Eisenach feierte sein Debüt und jubelte schnell über seine ersten Länderspieltreffer. Doch nach dem 24:27 (48.) zog Dänemark wieder davon.

L.McKay--EWJ

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