English Woman's Journal - Popps Titeltraum geplatzt: Bayern holt das Double

Popps Titeltraum geplatzt: Bayern holt das Double


Popps Titeltraum geplatzt: Bayern holt das Double
Popps Titeltraum geplatzt: Bayern holt das Double / Foto: Fabian Strauch - picture-alliance/dpa/SID

Der FC Bayern hat Alexandra Popp das ersehnte Happy End verdorben und sich das erneute Double gesichert. Das phasenweise zähe DFB-Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg gewannen die Meisterinnen dank einer Leistungssteigerung mit 4:0 (1:0) und schnappten sich nach 2012 und 2025 zum dritten Mal die Silbertrophäe.

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Georgia Stanway (45.+2, Foulelfmeter nach Videobeweis), Pernille Harder (59.), Momoko Tanikawa (77.) und Arianna Caruso (84.) trafen vor einer Rekordkulisse von 46.064 Fans für die Münchnerinnen, die sich Mitte April bereits den Titel in der Bundesliga gesichert hatten. Wolfsburg, einstiger Pokalseriensieger, ging derweil erneut leer aus – und Popps Traum, sich mit einem Triumph im Traumfinale gegen den bayerischen Dauerrivalen zu verabschieden, platzte. In ihrem 14. Endspiel musste die Pokalexpertin erstmals eine Niederlage hinnehmen.

"Tränen werden definitiv fließen. Zum Pokal habe ich eine sehr spezielle Beziehung", hatte die 35-Jährige vor der Partie angekündigt. Denn Popps Erfolgsära beim VfL endet im Sommer nach 14 Jahren, die ehemalige Nationalspielerin zieht es zu ihrem Herzensverein Borussia Dortmund.

Für ihren letzten großen Tanz im VfL-Trikot meldete sich Popp nach einer überstandenen Wadenverletzung, die sie Mitte März erlitten hatte, pünktlich wieder fit und führte ihr Team in Köln als Kapitänin aufs Feld. Jede Wolfsburgerin, hatte sie im Vorfeld gefordert, müsse "gefühlt ihr Leben auf dem Platz lassen".

Doch beide Mannschaften begannen vor den Augen von Bundestrainer Christian Wück zunächst verhalten, immer wieder schlichen sich Ungenauigkeiten auf beiden Seiten ein. Die erste gute Chance der Partie gehörte dann schließlich den Bayern: Pernille Harder verschaffte sich bei einer Flanke von Klara Bühl im Strafraum am zweiten Pfosten Freiraum, brachte den Ball aber nicht präzise genug aufs Tor (20.).

Eine kurze Schrecksekunde gab es wenig später aus Wolfsburger Sicht, als Torhüterin Stina Johannes auf dem Platz behandelt werden musste. Die Nationalkeeperin hatte sich an den Oberschenkel gegriffen, nach einer kurzen Unterbrechung ging es für die 26-Jährige aber weiter.

In einer teilweise zerfahrenen Partie kam Popp, die in ihrer Lieblingsrolle als Mittelstürmerin agierte, kaum zum Zug. Doch auch den Münchnerinnen, die zunehmend mehr vom Spiel hatten, fehlte es zunächst an der nötigen Durchschlagskraft und Kreativität. Der Abschluss von Bernadette Amani stellte kein Problem für VfL-Keeperin Johannes dar (30.). Auf der anderen Seite parierte Ena Mahmutovic den ersten nennenswerten Wolfsburger Versuch durch Lena Lattwein (35.).

Defensiv stand der VfL kompakt und stellte die Bayern-Offensive vor große Probleme. Kurz vor der Pause gelang den Münchnerinnen doch noch die Führung: Lineth Beerensteyn traf Momoko Tanikawa im Strafraum am Fuß, nach Ansicht der Videobilder entschied Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer auf Elfmeter. Stanway verwandelte eiskalt, Sarai Linder verhinderte auf der Linie wenig später noch das 2:0 durch Harder.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs machte es die dänische Stürmerin besser, stahl sich im Rücken von Nationalspielerin Janina Minge davon und köpfte aus kurzer Distanz ein. Wolfsburg versuchte weiter dagegenzuhalten, musste dabei aufgrund eines Notarzteinsatzes im Bayern-Block zunächst aber auf lautstarke Unterstützung von den Rängen verzichten. Begleitet von dem wieder einsetzenden Support in der Schlussphase erhöhte jedoch Tanikawa für die Bayern, mit einem direkt verwandelten Freistoß sorgte Caruso für den Schlusspunkt.

F.McKenzie--EWJ

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