English Woman's Journal - Schluss mit 50:50: Formel 1 beschneidet Elektro-Power

Schluss mit 50:50: Formel 1 beschneidet Elektro-Power


Schluss mit 50:50: Formel 1 beschneidet Elektro-Power
Schluss mit 50:50: Formel 1 beschneidet Elektro-Power / Foto: FLORENT GOODEN - picture-alliance/DPPI/SID

Verbrennungsmotor und Elektroenergie auf Augenhöhe - dieser in der Formel 1 revolutionäre Ansatz ist ab der kommenden Saison wohl schon wieder Geschichte. Das ist das Ergebnis eines am Freitag vom Weltverband FIA einberufenen Online-Meetings, an dem die Teamchefs, das Management der Königsklasse sowie Vertreter der fünf Motorenhersteller des Sports teilnahmen. Ab 2027 soll demnach der Verbrenner in der Power Unit etwa 60 Prozent der Gesamtleistung liefern.

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Das teilte die FIA am Nachmittag mit. Die "grundsätzlich vereinbarten Maßnahmen" sehen im Detail eine Erhöhung der Verbrenner-Leistung um rund 50 kW und eine Verringerung der Leistungsabgabe des Energierückgewinnungssystems (ERS) um rund 50 kW (jeweils knapp 70 PS) vor. Dies soll unter anderem für eine "intuitivere" Steuerung der Autos sorgen. Die Reglementänderungen müssen nun verfeinert und dann dem FIA-Weltrat zur Abstimmung vorgelegt werden.

Zur Saison 2026 hatte die Formel 1 ihre Hybrid-Antriebe revolutioniert und den Elektro-Anteil an der Leistung auf beinahe 50 Prozent erhöht. In der Praxis führte dies allerdings zu Problemen, die Fahrer mussten angesichts des hohen Strombedarfs während einer Runde teilweise auf Vollgas verzichten, um die Batterie während der Fahrt zu laden. Das wiederum sorgte für laute Kritik von prominenten Piloten wie etwa Max Verstappen.

Die stärkere Gewichtung des Verbrennungsmotors soll nun wieder zu einem "natürlicheren" Fahrstil führen. Im Vergleich zu den Hybridmotoren der vergangenen Generation (2014 bis 2025) wäre die Verteilung von etwa 60 zu 40 Prozent noch immer eine Stärkung des Elektroantriebs: Damals sorgte der Verbrenner noch für etwa 80 Prozent der Leistung.

K.McMillan--EWJ

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