English Woman's Journal - FC Bayern: Aus der Traum vom Triple

FC Bayern: Aus der Traum vom Triple


FC Bayern: Aus der Traum vom Triple
FC Bayern: Aus der Traum vom Triple / Foto: FRANCK FIFE - SID

Aus der Traum vom Triple, Tränen statt Henkelpott! Der FC Bayern ist in einem packenden Halbfinale der Champions League an Paris Saint-Germain gescheitert. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany kam im zweiten Gigantenduell mit PSG nach großem Kampf nur zu einem 1:1 (0:1) und konnte das denkwürdige 4:5 im historischen Hinspiel nicht mehr drehen.

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Während Paris um Weltfußballer Ousmane Dembélé am 30. Mai in Budapest gegen den FC Arsenal von der erfolgreichen Titelverteidigung träumen darf, bleibt für die Bayern allenfalls noch das Double als "Trostpreis" einer trotzdem bemerkenswerten Saison. Für die Münchner, die am 23. Mai im Pokalfinale gegen Stuttgart stehen, war es in der Champions League bei der 14. Teilnahme am Halbfinale das achte Aus.

Dembélé brachte PSG schon nach 140 Sekunden in Führung und dämpfte früh die großen Hoffnungen des Rekordmeisters. Der Münchner 101-Tore-Sturm mit Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz bemühte sich, Kane (90.+4) gelang aber nur spät der Ausgleich. Den Bayern fehlten ansonsten in vielen Momenten der Glanz und die Durchschlagskraft der vergangenen Wochen.

Die Spannung war riesig, die Arena bebte schon vor dem Anpfiff. Sportvorstand Max Eberl schwärmte von einer "außergewöhnlichen Energie". "Schießt uns ins Finale", stand auf einem riesigen rot-weißen Banner über der stimmungsvollen Südkurve.

Überhaupt herrschte bei den Bayern große Zuversicht. "Das Momentum", sagte selbst Vereinspatron Uli Hoeneß mit all seiner Erfahrung, liege "beim FC Bayern, nicht bei Paris". Man müsse, betonte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen, "die Fußballwelt gegen dieses immens starke Paris noch einmal begeistern".

Das Vorhaben ging Kompany mit einer Änderung in der Startelf im Vergleich zum Auftritt im Prinzenpark an: Als Außenverteidiger bot er Konrad Laimer anstelle von Alphonso Davies auf.

Keine Änderung planten die Bayern nach dem Torspektakel von Paris und zuletzt 16 Gegentoren in sechs Spielen an ihrer offensiven Ausrichtung. Doch PSG nutzte eine erste Lücke in der Abwehr schon sehr früh eiskalt aus. Nach präzisem Zuspiel von Wirbelwind Chwitscha Kwarazchelia, der auf der linken Bahn von Fábian gekonnt freigespielt wurde, hämmerte Dembélé den Ball aus kurzer Distanz unhaltbar für Manuel Neuer ins Netz.

Die Münchner benötigten nach dem frühen Schock eine gewisse Anlaufzeit. Erstmals gefährlich wurde es nach 14 Minuten. Doch Olise wurde nach einer Hereingabe von Díaz im letzten Moment von Nuno Mendes geblockt. Die Bayern waren nun um Spielkontrolle bemüht. Dies gelang gegen die ballsicheren Pariser aber nur bedingt. PSG schaffte es immer wieder, sich zu lösen. Die Bayern hatten durch Díaz (22.) und Olise (27.) dennoch zwei sehr gute Schusschancen.

Viel Aufregung gab es, als Vitinha seinem Kollegen Joao Neves den Ball im eigenen Strafraum bei einem Befreiungsschlag klar an die Hand schoss (31.) und der Pfiff ausblieb. Hoeneß tobte auf der Tribüne, doch die Entscheidung von Schiedsrichter Joao Pinheiro war regelkonform. Fast im Gegenzug klärte Neuer reaktionsschnell gegen Neves, der ansonsten unauffällige Jamal Musiala scheiterte kurz vor der Pause einer ereignisreichen, aber auch zerfahrenen ersten Hälfte an Torwart Matwei Safonow.

Nach dem Wechsel erhöhten die Bayern das Tempo, bekamen aber weiter nicht so richtig Zugriff. Vielmehr stieg die Gefahr, in Konter der schnellen Franzosen zu laufen. Désiré Doué und Kwarazchelia prüften Neuer, der sein Team mit seinen Reflexen im Spiel hielt. Die Münchner versuchten es nun mit Macht, der Druck wurde größer. Diaz und Olise scheiterten an Safonow (69./70.).

L.McKay--EWJ

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