English Woman's Journal - EM-Ticket, Ehrung, Ekstase: Handballerinnen rocken Heidelberg

EM-Ticket, Ehrung, Ekstase: Handballerinnen rocken Heidelberg


EM-Ticket, Ehrung, Ekstase: Handballerinnen rocken Heidelberg
EM-Ticket, Ehrung, Ekstase: Handballerinnen rocken Heidelberg / Foto: Marco Wolf - IMAGO/SID

Katharina Filter tanzte ausgelassen mit "schneller Brille" im Gesicht, Nieke Kühne setzte sich den Wikingerhut von Schlagersänger Lorenz Büffel auf, und auch Bundestrainer Markus Gaugisch feierte mitten auf der Platte. Die deutschen Handballerinnen ließen sich im ersten Heimspiel nach dem Silber-Coup bei der WM aus doppeltem Grund ordentlich feiern.

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"Es war super schön", sagte Torhüterin Filter dem SID mit strahlendem Gesicht. Nach dem überzeugenden 33:18 (18:8) gegen Slowenien, durch das die Vizeweltmeisterinnen das Ticket für die EM im Dezember vorzeitig gelöst hatten, folgte eine Ehrung samt Rückblick auf die fabelhafte WM-Reise Ende des vergangenen Jahres. "Es fühlt sich an, als wäre es gestern gewesen. Die Emotionen kommen wieder hoch. Das war sehr cool", sagte Filter.

Nach einem kleinen Rückblick und ein paar Worten von Führungsspielerin Antje Döll zauberten die Verantwortlichen noch einen kurzen Auftritt von Lorenz Büffel aus dem Hut. Zu dessen Schlagerhit "Baila Baila" tanzte das ganze Team wild auf dem Feld, auch die Fans stimmten mit ein. Mit der ausgefallenen Idee hatte die Mannschaft nicht gerechnet, "aber es war auf jeden Fall eine coole Überraschung", sagte Filter.

Am Weltfrauentag nahmen sich die DHB-Spielerinnen dann noch jede Menge Zeit für die jungen Fans, warfen signierte Bälle ins Publikum und erfüllten noch weit über eine Stunde nach Abpfiff Autogramm- und Fotowünsche. "Dafür machen wir es im Endeffekt", meinte Filter glücklich. Die Mannschaft sei "immer froh, wenn wir etwas zurückgeben können. All diese strahlenden Gesichter zu sehen, ist am Ende die Belohnung für uns."

Eine Belohnung war auch die Kulisse: Vor gut zwei Jahren hatte Deutschland an selber Stelle noch vor rund 1000 Fans gespielt. Nun war die Halle mit 3791 Menschen ausverkauft. "Super für den Frauenhandball, super für die Mannschaft", schwärmte Gaugisch. "Vor allem, wenn ich sehe, wie viele Kinder heute da sind. Das ist brutal. Total geil."

St.Ch.Russell--EWJ

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