English Woman's Journal - "Sehr bedeutend": Bayern dank Kane und Kimmich auf Titelkurs

"Sehr bedeutend": Bayern dank Kane und Kimmich auf Titelkurs


"Sehr bedeutend": Bayern dank Kane und Kimmich auf Titelkurs
"Sehr bedeutend": Bayern dank Kane und Kimmich auf Titelkurs / Foto: INA FASSBENDER - SID

Harry Kane und Joshua Kimmich machen den Unterschied: Bayern ist klar auf Titelkurs. Der BVB kassiert den nächsten bitteren Rückschlag.

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Dortmund (SID) Siegtorschütze Joshua Kimmich rannte in dicker Winterjacke aufs Feld und sprang seinen Teamkollegen in die Arme. Dann führte der kurz vor dem Abpfiff ausgewechselte Kapitän seine Mannschaft zur ausgelassenen Feier vor die Kurve. "Deutscher Fußball-Meister FCB", sangen die Anhänger - und die Spieler um Doppelpacker Harry Kane hüpften dazu im Takt. Es hatte schon was von einer kleinen vorgezogenen Titelparty am Samstagabend, bei elf Punkten Vorsprung scheint die 35. Meisterschaft zehn Spieltag vor Saisonende nur noch Formsache.

Nach dem 3:2 (0:1) im umkämpften Gipfeltreffen bei Borussia Dortmund haben die Bayern alle Trümpfe in der Hand, dem BVB droht hingegen nach dem Aus im DFB-Pokal und der Champions League eine weitere Saison ohne Titel. "Wir wussten, dass es heute sehr bedeutend war", sagte Jonathan Tah nach dem 3:2 bei Sky: "Aber wir machen weiter, wir hören nicht auf. Wir wollen weiter unsere Spiele gewinnen."

Nico Schlotterbeck (26.) hatte die Dortmunder vom ersten Heimsieg gegen die Bayern seit November 2018 träumen lassen. Doch München konterte durch Kane (54.) - dann verwandelte der Stürmer einen von Schlotterbeck verursachten Foulelfmeter (70.). Kane steht nun bei 30 Saisontoren nach 24 Spielen. Daniel Svensson (83.) glich aus, dann konterte Kimmich (87.) sehenswert.

Für die Dortmunder war es nach dem K.o in den Playoffs der Königsklasse unter der Woche bei Atalanta Bergamo ein weiterer herber Dämpfer. "Es war ein All-in-Spiel für uns. Man kann uns nicht vorwerfen, dass wir nicht alles reingehauen haben", sagte Schlotterbeck: "Am Ende lief es einfach nicht für uns."

Die Bayern, bei denen der verletzte Torhüter Manuel Neuer von Jonas Urbig ersetzt wurde, bestimmten die Anfangsphase. Michael Olise (16.) vergab eine erste gute Möglichkeit, dann leistete sich Schlotterbeck ein heftiges Foul gegen Josip Stanisic (20.), der Nationalspieler hatte Glück, dass es Schiedsrichter Sven Jablonski bei der Gelben Karte beließ. Als dann Kimmich (24.) BVB-Torhüter Gregor Kobel aus der Distanz prüfte, schien der Bayern-Führungstreffer nah zu sein.

Doch aus dem Nichts fiel das Tor auf der anderen Seite. Schlotterbeck traf nach einem Freistoß per Kopf. Der Treffer spielte dem BVB in die Karten, mit viel Einsatz und Härte in den Zweikämpfen nervten sie die Bayern. Maximilian Beier (34.) hätte das 2:0 nachlegen können.

Die Bayern hatten Mühe, in der sehr hitzigen Atmosphäre zog Dortmund das Spiel nun auf seine Seite. Jeden Ballgewinn oder erfolgreichen Zweikampf feierten die Fans lautstark. In dem wilden Hin und Her entglitt den Münchnern immer mehr die Kontrolle.

Mehr als ein weiterer Distanzschuss von Kimmich (45.) fiel den Bayern nicht ein. Noch vor der Pause musste der BVB verletzungsbedingt wechseln, für den starken Emre Can kam Pechvogel Ramy Bensebaini, der in Bergamo an allen vier Gegentreffern beteiligt gewesen war.

Aber die Dortmunder Defensive wurde im zweiten Durchgang zunächst nicht geprüft, stattdessen drängte der BVB auf den zweiten Treffer. Doch wieder fiel das Tor auf der Gegenseite: Kane krönte eine starke Kombination über Kimmich und Serge Gnabry.

Die Bayern rissen nun wieder die Kontrolle an sich. Geduldig zogen sie ihr Kombinationsspiel auf, die Dortmunder, bei denen die Kräfte etwas schwanden, kamen nicht mehr so in die Zweikämpfe wie noch im ersten Durchgang. Nach einer Stunde brachte Kompany Jamal Musiala für Gnabry, um noch mehr Kreativität auf dem Platz zu haben.

Als Schlotterbeck Stanisic zu Fall brachte, verwandelte Kane den Elfmeter. Dortmund bündelte nun nochmals alle Kräfte, Svensson traf per Volley nach Flanke von Marcel Sabitzer. Doch Kimmich hatte das letzte Wort.

P.Munro--EWJ

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