English Woman's Journal - Einfädler am ersten Tor: Dürr verspielt Medaille

Einfädler am ersten Tor: Dürr verspielt Medaille


Einfädler am ersten Tor: Dürr verspielt Medaille

Lena Dürr hat in ihrem wohl letzten Olympia-Rennen das sehnlich erhoffte Happy End auf brutalstmögliche Art verpasst und das nächste Drama-Kapitel geschrieben. Die 34 Jahre alte Münchnerin fädelte beim zweiten Slalom-Triumph von Ski-Königin Mikaela Shiffrin nach 2014 im zweiten Lauf am ersten Tor ein und verspielte so die mögliche Silbermedaille.

Textgröße ändern:

Diese ging stattdessen an Weltmeisterin Camille Rast aus der Schweiz (+1,50 Sekunden). Bronze holte bei perfekten Bedingungen in Cortina d'Ampezzo die Schwedin Anna Swenn Larsson (+1,71). Emma Aicher, in Cortina d'Ampezzo schon mit zweimal Silber (Abfahrt und Team-Kombination) dekoriert, wurde Neunte (2,49).

Dürr rief Erinnerungen an Markus Wasmeier wach. Der spätere Doppel-Olympiasieger von Lillehammer 1994 war 1988 in Calgary der große Goldfavorit im Super-G, blieb aber ebenfalls am ersten Tor hängen. Dürr, WM-Dritte von 2023, lag nach Lauf eins noch auf dem Silberrang.

Doch dann wurden die bösen Geister abermals wach. Im Riesenslalom war sie am vergangenen Sonntag ebenfalls Zweite nach dem ersten Durchgang. Im Finale lag sie bis kurz vor dem Ziel auf Medaillenkurs, stürzte dann aber ab auf Rang neun. Ähnlich bitter war für sie der Olympia-Slalom 2022 verlaufen: Damals ging sie als Führende in den zweiten Lauf, fiel dort aber auf Platz vier zurück. 0,07 Sekunden fehlten der Münchnerin zu Bronze, auch nur 0,19 zu Gold.

Anders Shiffrin. Die beste Slalomfahrerin der Geschichte mit 71 Weltcup-Siegen feierte zwölf Jahre nach Slalom-Gold und acht nach dem Triumph im Riesenslalom ihren dritten Olympiasieg.

Der Slalom war der letzte Wettbewerb für die Alpinen bei Olympia 2026. Mit den beiden Silbermedaillen zuvor hatte der Deutsche Skiverband seine Bilanz der beiden vorangegangenen Spiele schon übertroffen. 2022 reichte es nur zu Team-Silber (u.a. mit Dürr und Aicher), 2018 hatte es eine Nullrunde gegeben.

St.Reid--EWJ

Empfohlen

Wagner unter Druck: Hannover verliert auch Niedersachsenderby

Hannover 96 findet auch nach der Verpflichtung von Sandro Wagner einfach nicht aus der Krise. Die Hannoveraner verloren am Sonntag auch das Niedersachsenderby bei Eintracht Braunschweig mit 0:2 (0:1) und fielen mit nur zwei Siegen aus neun Spielen auf Relegationsrang 16 der 2. Fußball-Bundesliga zurück. Wagner wartet nach drei Partien weiter auf den erlösenden ersten Sieg als neuer Trainer. In der Nachspielzeit wurde die Begegnung für mehrere Minuten nach Unruhen auf den Rängen unterbrochen.

DHB-Frauen: Sieg verspielt, EM-Form bestätigt

Die deutschen Handballerinnen haben gut einen Monat vor dem EM-Start ihre starke Form bestätigt, noch mehr Rückenwind allerdings verpasst. Nach dem überzeugenden Erfolg über den dreimaligen Olympiasieger Dänemark vergab das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch gegen den WM-Halbfinalisten Niederlande einen Sieg und trennte sich 25:25 (13:12). Ihren Status als Medaillenkandidatinnen haben die DHB-Frauen für die Europameisterschaft in Polen, Rumänien, Tschechien, Slowakei und der Türkei dennoch untermauert.

Unterstützung für Infantino: Jordanien kritisiert AFC-Vorgehen

Im FIFA-Machtkampf rebelliert Jordaniens Fußball-Verbandschef Prinz Ali bin al-Hussein gegen Gianni Infantino und das Vorgehen der asiatischen Konföderation AFC. "Wenn es um Wahlen zum FIFA-Präsidenten geht, haben die Präsidenten der Kontinentalverbände kein Mitspracherecht: Die Abstimmung erfolgt durch jeden einzelnen Mitgliedsverband", schrieb der 50-Jährige bei X.

Kompanys Zusammenbruch lenkt Blick auf Belastung der Trainer

Nach dem Zusammenbruch von Bayern-Trainer Vincent Kompany sprechen mehrere Kollegen über Arbeitsdruck, fehlende Erholung und die Bedeutung der Gesundheit im Profifußball.

Textgröße ändern: