English Woman's Journal - Endlich Gold: Lochner schlägt Friedrich im Zweierbob

Endlich Gold: Lochner schlägt Friedrich im Zweierbob


Endlich Gold: Lochner schlägt Friedrich im Zweierbob
Endlich Gold: Lochner schlägt Friedrich im Zweierbob / Foto: FRANCK FIFE - SID

Erlösung im Eiskanal: Johannes Lochner hat sich in der letzten Woche seiner Karriere den Traum vom Olympiasieg erfüllt. Der Bob-Pilot raste mit Anschieber Georg Fleischhauer im Zweier überlegen zu Gold und schlug damit auch erstmals seinen Dauerrivalen Francesco Friedrich auf der größten Bühne. 1,34 Sekunden betrug der Vorsprung, hinter Friedrich sicherte sich Adam Ammour Bronze und komplettierte den deutschen Dreifachsieg - den hatte es auch 2022 in Peking schon gegeben.

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Für Lochner ist es die dritte Olympiamedaille: Vor vier Jahren war er zweimal hinter Friedrich Zweiter geworden. In Cortina d'Ampezzo hatte der langjährige Dominator Friedrich mit Anschieber Alexander Schüller nun aber keine Antworten auf Lochner, der schon nach dem ersten Wettkampftag mit 0,80 Sekunden geführt hatte und auch am Dienstag der Beste war.

Für das Team Deutschland ist es in Norditalien die fünfte Goldmedaille - und die vierte im Eiskanal. Zuvor hatten die Rodler um die Einsitzer-Champions Max Langenhan und Julia Taubitz dreimal Gold gewonnen.

Für den 35 Jahre alten Lochner ist es der perfekte Start in seine letzte Wettkampfwoche. Er beendet seine Karriere nach den Olympischen Spielen und will bei der finalen Entscheidung im Vierer am Sonntag nachlegen.

Der zweimalige Doppel-Olympiasieger Friedrich indes zog durch die Silbermedaille mit André Lange (4x Gold, 1x Silber) gleich, beide dürfen sich nun als erfolgreichste Bob-Piloten der Geschichte bezeichnen. Im großen Schlitten am Wochenende, bei dem eine engere Entscheidung erwartet wird, kann Friedrich vorbeiziehen.

Im Weltcup hatte sich die Dominanz von Lochner im kleinen Schlitten abgezeichnet. Er war mit sechs Siegen in sieben Zweier-Rennen im Gepäck nach Cortina gereist. "Im Zweier kann ich mich nur selbst schlagen", hatte Lochner selbstbewusst im Interview mit Münchner Merkur/tz gesagt - und er hielt Wort. Nach einem überragenden ersten Wettkampftag war er auch am Dienstag nicht zu schlagen. Die internationale Konkurrenz lag weit zurück.

St.Ch.Russell--EWJ

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