English Woman's Journal - Millionen-Jackpot: Littler stürmt zum nächsten WM-Titel

Millionen-Jackpot: Littler stürmt zum nächsten WM-Titel


Millionen-Jackpot: Littler stürmt zum nächsten WM-Titel
Millionen-Jackpot: Littler stürmt zum nächsten WM-Titel / Foto: © FIRO/SID

Der unaufhaltsame Luke Littler ist bei der Darts-WM mit einer Machtdemonstration zur erfolgreichen Titelverteidigung gestürmt. Die 18 Jahre alte Teenager-Sensation aus England ließ dem fünf Jahre älteren Herausforderer Gian van Veen beim 7:1 nach Sätzen im einseitigen Finale um die mächtige Sid-Waddell-Trophy sowie das Rekordpreisgeld von einer Million Pfund im Londoner Alexandra Palace keine Chance.

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Littler fegte im "jüngsten" Endspiel der Geschichte über den Europameister aus den Niederlanden hinweg, gewann sieben Sätze in Serie, spielte mit 106,02 Punkten im Schnitt den fünfthöchsten in einem WM-Finale überhaupt und warf 16 180er. Van Veen stemmte sich vergeblich gegen die Power Littlers, ein Average von 99,94 Punkten reichte nicht, auch, weil der Finaldebütant in den wichtigen Momenten Nerven zeigte.

Nach Legende Phil Taylor, Adrian Lewis und Gary Anderson ist Littler erst der vierte Spieler, der den WM-Titel erfolgreich verteidigte und zugleich der jüngste, dem dies gelang. Im vergangenen Jahr war "The Nuke" im Alter von 17 Jahren bereits zum jüngsten Weltmeister aufgestiegen. Mit dem Gewinn des Millionen-Jackpots wird Littler die Weltrangliste für eine lange Zeit anführen.

Littler pflügte quasi durch das Turnier. Einzig Ex-Weltmeister Rob Cross stellte den Wunderknaben im Achtelfinale vor leichte Probleme. In der Vorschlussrunde machte der Topfavorit mit Landsmann Ryan Searle beim 6:1 kurzen Prozess und zog zum dritten Mal nacheinander ins Endspiel ein. Das schafften vor Littler nur Taylor, Dennis Priestley und Anderson. Sein zweiter WM-Triumph ist zugleich Littlers zehnter Majortitel.

Noch vor dem ersten Dart hieß es Abschied nehmen. Für Referee George Noble und Master of Ceremonies John McDonald war das Finale der letzte Einsatz auf der großen Bühne, nach 19 Jahren bei der PDC wurden beide in die Hall of Fame aufgenommen. Zugleich flogen letztmals in der West Hall des Ally Pallys die Pfeile, das Turnier zieht innerhalb des Palasts im Norden Londons in die größere Great Hall um.

Symbolisch könnte dies als der letzte Schritt in eine neue Ära des Darts gesehen werden, in der die jungen Spieler die Vormachtstellung übernommen haben. Neben Littler steht auch van Veen für den vollzogenen Generationenwechsel. "The Giant", der zuletzt zweimal in Folge die Junioren-WM gewonnen hat, rückt durch den Finaleinzug auf Platz drei der Weltrangliste und löst damit Ex-Dominator Michael van Gerwen nach 13 Jahren als Nummer eins der Niederlande ab.

Van Veen erwischte im Finale auch den besseren Start, Durchgang eins ging an den Niederländer - doch dann drehte Littler auf und ließ sich auch von der kurzzeitigen Rückkehr der Ally-Pally-Wespe nicht beirren. Der Titelverteidiger holte sich die nächsten drei Sätze, den dritten durch ein 170er-Finish. Van Veen, der nach den Weltmeistern Raymond van Barneveld und van Gerwen als dritter Niederländer das Endspiel erreichte und dorthin die Ex-Weltmeister Luke Humphries und Anderson ausgeschaltet hatte, fand kein Mittel mehr.

Littler gewann auch die nächsten Sätze, das Endspiel wurde zu einer One-Man-Show. Mit dem 7:1 gelang dem Jungstar das deutlichste Finalergebnis seit 2009, als Taylor mit demselben Resultat seinen Erzrivalen van Barneveld gedemütigt hatte. Littlers Bilanz im Ally Pally bleibt damit erdrückend: Von 21 Spielen gewann der Dominator 20, er verlor nur das Finale 2024 gegen Humphries.

L.Paterson--EWJ

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