English Woman's Journal - DFB-Frauen schießen sich für Österreich warm

DFB-Frauen schießen sich für Österreich warm


DFB-Frauen schießen sich für Österreich warm
DFB-Frauen schießen sich für Österreich warm / Foto: © FIRO/SID

Die deutschen Fußballerinnen haben sich für das Viertelfinal-Duell mit Österreich warmgeschossen und die erste perfekte EM-Vorrunde seit 13 Jahren klargemacht. Der achtmalige Titelträger, der nach Siegen gegen Dänemark (4:0) und Spanien (2:0) schon als Gruppenerster feststand, gewann 3:0 (1:0) gegen die bereits ausgeschiedenen Finninnen.

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Die Tor-Debütantinnen Sophia Kleinherne (40.) und Nicole Anyomi (63.) sowie Kapitänin Alexandra Popp (48.) trafen für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die erstmals seit 17 Jahren ohne Vorrunden-Gegentor bei einer EM-Endrunde blieb. Die Deutschen treffen als Gewinner der Gruppe B am Donnerstag in London-Brentford (21.00 Uhr/ARD und DAZN) auf die Österreicherinnen, die überraschend als Zweiter der Gruppe A weitergekommen sind.

"Wir freuen uns auf ein Nachbarschaftsduell", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Die Begegnung gegen das Team von Nationaltrainerin Irene Fuhrmann sei zudem ein "Statement für die Bundesliga, weil extrem viele Spielerinnen in dieser unterwegs sind". Tatsächlich stehen 13 Spielerinnen aus dem österreichischen Kader in der deutschen Eliteklasse unter Vertrag.

In der sportlich bedeutungslosen Partie gegen Finnland fehlten der deutschen Mannschaft die gelbgesperrten Lena Oberdorf und Felicitas Rauch. Die angeschlagene Lina Magull wurde geschont. Zudem stand Lea Schüller (Corona) nicht zur Verfügung.

"Wir wollten die Balance halten. Alle aus der Startformation, die können, sind dabei", sagte Voss-Tecklenburg kurz vor dem Anpfiff im ZDF: "Es geht darum, die Mechanismen zu festigen. Wir wollen uns weitere Sicherheit holen. Es ist für uns alles andere als ein Testspiel."

Die 20.721 Zuschauer in Milton Keynes, darunter Bastian Schweinsteiger, sahen zu Beginn ein Spiel auf ein Tor. Popp hatte schon nach 30 Sekunden die deutsche Führung auf dem Kopf, Sara Däbritz verzog in der siebten Minute.

Der zweimalige Weltmeister schnürte die Finninnen zeitweise in deren Strafraum ein, das längst fällige Tor ließ aber auch nach einer Viertelstunde auf sich warten. Dennoch schien die deutsche Führung nur eine Frage der Zeit.

Giulia Gwinn verbuchte in der 23. Minute die nächste Chance für den Olympiasieger von 2016. Kurz darauf vergab Popp zweimal (27. und 28.). Kleinherne brach nach Vorarbeit von Gwinn endlich den Bann. Es war der erste Treffer der Außenverteidigerin im 18. Länderspiel.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kamen Kathrin Hendrich und Anyomi für Marina Hegering und Gwinn. Die beiden Neuen leisteten prompt die Vorarbeit für Popps drittes Kopfballtor im dritten EM-Spiel. Die 31-Jährige ist die erste Deutsche in der EM-Historie, die in den drei Gruppenspielen einer Endrunde erfolgreich war. Anyomi traf kurz danach zum ersten Mal in ihrer neunten DFB-Partie.

Als Laura Freigang in der 76. Minute für Linda Dallmann eingewechselt wurde, hatten alle deutschen Feldspielerinnen EM-Minuten auf dem Konto.

R.Sutherland--EWJ

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