English Woman's Journal - ATP Finals: Sinner schlägt Alcaraz in packendem Endspiel

ATP Finals: Sinner schlägt Alcaraz in packendem Endspiel


ATP Finals: Sinner schlägt Alcaraz in packendem Endspiel
ATP Finals: Sinner schlägt Alcaraz in packendem Endspiel / Foto: MARCO BERTORELLO - SID

Jannik Sinner glitt glückselig zu Boden, dann fiel er dem fair gratulierenden Carlos Alcaraz am Netz um den Hals. Der italienische Tennisstar hat seinen großen Rivalen aus Spanien im Finale der ATP Finals niedergerungen. In einem packenden Match siegte Sinner mit 7:6 (7:4), 7:5 und brachte den Turiner Tennistempel zum Beben - er feierte seinen zweiten Titel beim Jahres-Abschlussturnier.

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Nach 2:15 Stunden verwandelte Sinner seinen ersten Matchball und baute eine beeindruckende Serie aus. Seit nunmehr 31 Spielen in Folge ist der Südtiroler auf Hartplätzen in der Halle ungeschlagen. Der 24-Jährige krönte eine hervorragende Saison mit seinem sechsten Titel in diesem Jahr.

Zudem knackte Sinner mal wieder seinen Angstgegner. Von den vergangenen acht Spielen gegen Alcaraz hatte er vor Beginn der Partie sieben verloren. Das Trostpflaster für Alcaraz, der seinen neunten Titel 2025 und den ersten bei den ATP Finals verpasste: Trotz der Niederlage wird er das Tennisjahr knapp vor Sinner als Nummer eins der Welt abschließen.

Es sei "derzeit eine der größten Herausforderungen im Tennis, gegen Jannik auf einem Hallenplatz zu spielen", hatte Alcaraz vor der Partie erklärt und Sinner kurzerhand zum Favoriten erklärt. Die beiden Ausnahmekönner, die in diesem Jahr alle vier Grand-Slam-Titel gerecht untereinander aufgeteilt hatten, begannen dann aber ungewohnt nervös und fehlerhaft.

Früh im ersten Satz musste die Partie unterbrochen werden, weil eine Zuschauerin auf der Tribüne nach einem medizinischen Zwischenfall behandelt wurde. Nach gut zehn Minuten gab es Entwarnung und die Spieler konnten die Partie fortsetzen.

Weil Alcaraz gegen Ende des ersten Durchgangs doch noch zu zaubern begann, musste Sinner nervenstark einen Satzball abwehren. "Sinner, Sinner"-Rufe in der Arena waren die Folge, ehe es im Tiebreak dann richtig hochklassig wurde. Sinner spielte spät einen traumhaften Lob und holte sich mit einem krachenden Aufschlag den Satz.

Den Spanier konnte Sinner damit aber nicht schocken. Im Gegenteil: Im ersten Spiel des zweiten Satzes fügte er Sinner, dem einige Doppelfehler unterliefen, das erste Break im laufenden Turnier zu. Doch Sinner schlug mit etwas Glück zurück. Nach einer unerlaubten Doppelberührung beim Schlag, die der Schiedsrichter übersah, nahm er Alcaraz den Vorteil wieder ab. Kurz darauf sorgte er zum Jubel der 12.000 Fans für die Entscheidung.

Für Sinner geht es nun in den wohlverdienten Urlaub. Für die Finalrunde des Davis Cups, an der Alcaraz teilnehmen möchte, hat er abgesagt.

L.Scott--EWJ

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