English Woman's Journal - "Entscheide ich nicht": Thiounes Trainerstuhl wackelt

"Entscheide ich nicht": Thiounes Trainerstuhl wackelt


"Entscheide ich nicht": Thiounes Trainerstuhl wackelt
"Entscheide ich nicht": Thiounes Trainerstuhl wackelt / Foto: Jürgen Fromme - FIRO/SID

In Florian Kastenmeier brodelte es gewaltig. "Das ist einfach dumm, das ist naiv, das ist Kinderfußball. Wir sprechen so viel, kriegen aber nichts auf dem Platz umgesetzt", motzte der Kapitän von Fortuna Düsseldorf am Sky-Mikrofon nach der wilden 2:3 (0:1)-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg: "Es kotzt mich an. Ich stehe jede Woche hier und muss irgendetwas erklären. Ich habe ehrlich gesagt keinen Bock mehr."

Textgröße ändern:

Die Fortuna wartet nach der verdienten Pleite gegen den Club weiter auf den ersten Heimsieg in dieser Saison. Und weil Düsseldorf mit nur zehn Punkten aus acht Spielen langsam aber sicher die anvisierten Aufstiegsränge aus den Augen verliert, wackelt der Trainerstuhl von Daniel Thioune mittlerweile gewaltig.

"Auf diese Mannschaft lasse ich nichts kommen. Sie hat einen super Charakter, sie ist einwandfrei, sie hat sich unfassbar viel vorgenommen", stellte sich Thioune schützend vor sein Team - und ergänzte bezeichnend: "Wenn ich in der Verantwortung stehe, werde ich das Spiel mit der Mannschaft aufarbeiten." Auf die Fortsetzung seiner Beschäftigung bei der Fortuna habe Thioune "Bock", er "würde es gerne machen. Aber am Ende entscheide ich das nicht."

Klaus Allofs aber gehört zu diesen Entscheidungsträgern. "Ich habe gesagt, dass auch der Trainer seinen Anteil daran hat, so wie wir alle", sagte der Düsseldorfer Sportvorstand: "Wir werden uns jetzt in den nächsten Tagen zusammensetzen, versuchen, die Situation nochmal zu analysieren und sehen, was das Beste für die Entwicklung ist."

Das Spiel gegen Nürnberg sei "kein Endspiel" für Thioune gewesen, führte Allofs weiter aus: "Trotzdem ist es unsere Pflicht, das immer wieder neu zu bewerten." Die Fortuna wolle "schon anderen Fußball spielen", sagte der 68-Jährige: "Ich bin mir sicher, dass wir besseren Fußball spielen können."

Bleibt nur die Frage, ob mit oder ohne Thioune.

A.Wallace--EWJ

Empfohlen

Gladbach-Lazarett lichtet sich - Hoffnung bei Kleindienst

Bei Bundesliga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach lichtet sich das Lazarett mehr und mehr: Nicolas Kühn, Isac Lidberg und Daiki Hashioka stehen Trainer Alexander Blessin am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Heimspiel gegen den SC Paderborn wieder zur Verfügung. Zudem soll Nachwuchshoffnung Fritz Fleck am Montag ins Training zurückkehren.

Rolle rückwärts bei den Löwen: Gensheimer wieder Sportchef

Rolle rückwärts bei den Rhein-Neckar Löwen: Klubikone Uwe Gensheimer übernimmt im Management des Handball-Bundesligisten künftig wieder eine führende Rolle. Der langjährige Nationalmannschaftskapitän wird Direktor Sport bei den Löwen und soll sich insbesondere um die Kaderentwicklung und die Integration junger Spieler kümmern. Dies teilte der Verein im Zuge einer umfassenden Neustrukturierung mit.

"Endlich Spannung": Kovac fiebert Klassiker entgegen

Die Tabellenkonstellation besitzt für Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac vor dem Bundesliga-Spitzenspiel beim FC Bayern mit dem frisch gekürten Ballon-d'Or-Gewinner Harry Kane einen besonderen Reiz. "Endlich mal ein spannendes Aufeinandertreffen", sagte der Kroate, der mit dem BVB nach Punkten (beide 17) gleichauf mit dem deutschen Rekordmeister liegt. "Nicht nur wir, sondern ganz Deutschland freut sich auf das Spiel."

Klassiker: Matthäus sieht Bayern als "großen Favoriten"

Lothar Matthäus setzt im deutschen Fußball-Klassiker ganz klar auf den FC Bayern. "Ich habe keine Zweifel" über den Sieger, sagte der Rekordnationalspieler und Sky-Experte bei einem Medientermin von RTL Deutschland, die Münchner gingen für ihn als "großer Favorit" in das aus seiner Sicht fast ungleiche Duell mit Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr/Sky). "Bayern München ist meilenweit entfernt und lebt in seiner eigenen Welt, das sollte man nicht vergleichen."

Textgröße ändern: