English Woman's Journal - Hjulmand-Debüt geglückt: Bayer schlägt Lieblingsgast Frankfurt

Hjulmand-Debüt geglückt: Bayer schlägt Lieblingsgast Frankfurt


Hjulmand-Debüt geglückt: Bayer schlägt Lieblingsgast Frankfurt
Hjulmand-Debüt geglückt: Bayer schlägt Lieblingsgast Frankfurt / Foto: INA FASSBENDER - SID

Kasper Hjulmand hat einen gelungenen Einstand als Trainer von Bayer Leverkusen hingelegt und die Bayern-Jäger von Eintracht Frankfurt ausgebremst. Beim Debüt des Dänen setzte sich der Vizemeister trotz am Ende doppelter Unterzahl dank großer Moral mit 3:1 (2:0) gegen seinen Lieblingsgast durch und fand nach turbulenten Tagen wieder in die Spur.

Textgröße ändern:

Ein Eigentor von Frankfurts Torhüter Michael Zetterer (10.) nach einem Freistoß von Alejandro Grimaldo, ein Treffer von Patrik Schick (45.+4, Foulelfmeter) und ein weiterer Freistoß von Grimaldo (90.+8) bescherten Bayer den ersten Saisonsieg. Daran änderten auch der Anschluss durch Can Uzun (52.) sowie Gelb-Roten Karten gegen Bayer-Kapitän Robert Andrich (59.) und Debütant Equi Fernández (90.+2) nichts.

In einer phasenweise mitreißenden Partie stellte die Werkself, die zu Beginn überzeugte, sich mit einem Spieler weniger aber über die Zeit rettete, erneut ihren Status als Angstgegner der Hessen unter Beweis. Seit Dezember 2013 haben die Leverkusener nicht mehr in der BayArena gegen Frankfurt verloren. Die SGE verpasste durch die erste Pleite den Sprung an die Spitze.

Alle Augen waren zunächst auf Hjulmand gerichtet. Der Däne versprach, alles zu tun, um Bayer wieder "erfolgreich" zu machen. "Wir wissen zwar nicht wann, aber es wird hoffentlich plötzlich explodieren", sagte Hjulmand. Der bislang enttäuschende Double-Gewinner von 2024 lieferte zu Beginn einen Vorgeschmack auf das, was sich die Bosse um Simon Rolfes dauerhaft erhoffen.

Die Werkself, in der der Ex-Madrilene Lucas Vázquez sein Debüt feierte, erwischte einen Traumstart. Früh flog einer der gefürchteten Freistöße von Grimaldo an den Pfosten, dann an Zetterers Rücken und von dort ins Tor. Hjulmand ließ an der Seitenlinie die Jubelfäuste fliegen.

Bayer zeigte eine gänzlich andere Körpersprache als noch unter dem nach zwei Ligaspielen entlassenen Erik ten Hag. Folglich kamen die Rheinländer durch Nathan Tella, Jarell Quansah und Schick zu weiteren Möglichkeiten. Mit ihrem schnellen Umschaltspiel bereitete Bayer den Hessen mächtig Probleme.

Die hochgelobte SGE-Offensive blieb blass, einzig der genesene Jonathan Burkardt (37.) sorgte einmal für Gefahr. Vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann verursachte Nationalspieler Robin Koch dazu einen unnötigen Strafstoß, gegen Tella ließ er den Fuß stehen. Schick verwandelte sicher.

Eine Reaktion der Eintracht folgte erst nach der Pause. Uzun verkürzte aus dem Gewühl heraus per Direktabnahme, hatte dabei aber Glück, dass Bayer-Zugang Loïc Badé den Ball unglücklich abfälschte. Bayer wackelte phasenweise gegen deutlich schwungvollere Frankfurter - vor allem, nachdem Andrich aufgrund eines riskanten Einsteigens vom Feld flog.

Der Lattentreffer von Neu-Nationalspieler Nnamdi Collins (61.) leitete eine hitzige Schlussphase ein. Hjulmand versuchte immer wieder, sein Team nach vorne zu treiben. Doch Bayer kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus, der Druck der Eintracht war zu groß. Trotz doppelter Überzahl gelang Frankfurt aber auch in den letzten fünf Minuten kein Tor mehr, stattdessen erhöhte Leverkusen sogar.

P.Mitchell--EWJ

Empfohlen

NFL: Packers siegen nach Watson-Schreckmoment gegen Carolina

Die Green Bay Packers haben in der NFL trotz Schrecksekunde einen Heimsieg gefeiert. Das Team um Quarterback Jordan Love setzte sich im Lambeau Field mit 27:19 gegen die Carolina Panthers durch. Für Aufsehen sorgte Wide Receiver Christian Watson, der wegen einer vermuteten Brustverletzung zwischenzeitlich mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht wurde, später aber auf das Spielfeld zurückkehrte.

NHL: Ottawas Comeback mit drei Stützle-Assists ohne Krönung

Eishockey-Nationalspieler Tim Stützle hat mit den Ottawa Senators ein beeindruckendes Comeback in der NHL hingelegt, die Krönung jedoch verpasst. Die Kanadier lagen gegen die Los Angeles Kings bereits mit 1:5 zurück, erzwangen durch vier Tore im Schlussdrittel die Verlängerung und unterlagen letztlich mit 5:6.

Becker gratuliert: Zverev feiert Sprung auf die Eins

Alexander Zverevs "Vorgänger" Boris Becker schickte seine Glückwünsche an die neue Nummer eins der Tenniswelt per Social Media. "Gratulation, Sascha", schrieb die deutsche Ikone bei X, nachdem der Hamburger den Sprung auf Platz eins der Weltrangliste perfekt gemacht hatte. Erstmals seit Becker 1991 steht wieder ein Deutscher ganz oben.

Jubiläum in der Heimat: Pérez macht die 300 voll

Sergio Pérez ließ auf der Paseo de la Reforma die Reifen seines Cadillac qualmen, rund 100.000 Fans säumten die Prachtstraße in Mexiko-Stadt - und hatten im Vorfeld des Rennwochenendes damit wohl schon das Highlight ihres Favoriten gesehen. "Früher bin ich hierher gekommen und konnte aufs Podium fahren oder Rennen gewinnen", sagte Pérez, "die Leute wissen, dass das dieses Mal nicht passieren wird, und trotzdem sind sie alle da."

Textgröße ändern: