English Woman's Journal - Verstappen dominiert in Monza - Probleme bei McLaren

Verstappen dominiert in Monza - Probleme bei McLaren


Verstappen dominiert in Monza - Probleme bei McLaren
Verstappen dominiert in Monza - Probleme bei McLaren / Foto: Philippe Lopez - SID

Zeitreise für den Weltmeister - und leichte Misstöne bei McLaren: Max Verstappen hat den Großen Preis von Italien gewonnen und dabei Erinnerungen an seine Dominanz der vergangenen Jahre geweckt. Der Red-Bull-Pilot setzte sich in Monza mit fast 20 Sekunden Vorsprung vor Lando Norris und Oscar Piastri durch - und bei den beiden McLaren-Rivalen sorgte eine Teamorder für Aufsehen.

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Norris lag vor Piastri komfortabel auf Rang zwei, dann verpatzte das Team einen Boxenstopp, der Brite fiel dadurch kurz vor Schluss auf Rang drei zurück. Das Team meldete sich daraufhin bei Piastri: "Bitte lass Lando wieder vorbei." Piastri klang widerwillig, "der Boxenstopp ist doch normaler Teil des Rennens?", funkte er. Doch er ließ den Teamrivalen durch und konnte ihn auf den folgenden Runden nicht mehr gefährden.

Für Verstappen stand am Ende sein erst dritter Grand-Prix-Sieg in diesem Jahr und der erste seit fast vier Monaten. In der WM spielt er als Gesamtdritter momentan keine Rolle mehr, bei den Titelrivalen in den Papaya-Boliden tat sich wenig: Norris rückte um drei Zähler an Piastri heran, hat aber weiterhin 31 Punkte Rückstand.

Die Ferrari-Piloten konnten die hohen Erwartungen der Tifosi nicht erfüllen, Charles Leclerc wurde Vierter vor George Russell im Mercedes. Rekordweltmeister Lewis Hamilton holte Platz sechs. Nico Hülkenberg konnte das Rennen im Sauber gar nicht erst starten - ein Problem mit der Hydraulik zwang ihn ganz kurzfristig zum Rückzug.

Verstappen war erstmals seit Anfang Juli mit dem Vorteil der Pole Position ins Rennen gegangen, kämpfte damit allerdings auch gegen einen kleinen Fluch: Fünfmal in Folge hatte in Monza der Pole-Setter das Rennen nicht gewinnen können. Man war allerdings ziemlich selbstbewusst bei Red Bull, was die Aussichten für den Rennsonntag anging - und schnell wurde klar, dass das einer guten Selbsteinschätzung entsprang.

Zwar hatte Verstappen am Start Probleme, Norris setzte sich neben ihn, es wurde unübersichtlich. Zunächst geriet Norris neben die Strecke, in der ersten Schikane kürzte Verstappen dann ab und blieb nur dadurch vorne. "Was macht dieser Idiot?", schimpfte Norris im Funk: "Er drückt mich aufs Gras und dann schneidet er die Kurve."

Bald meldete sich der Kommandostand bei Verstappen und wies ihn an, die Position abzugeben um eine Strafe zu verhindern. Das tat der Weltmeister, ließ Norris vorbei - holte sich die Führung aber nur zwei Runden später wieder zurück.

Anschließend war er etwa bis zur Rennhalbzeit der schnellste Mann im Feld, hatte bald sechs Sekunden Vorsprung auf Norris. Der wiederum baute einen ähnlichen Puffer vor Piastri auf, der sich nur in der wilden Anfangsphase mit Leclerc hatte herumschlagen müssen.

So chaotisch der Beginn des Rennens, so geordnet ging es mittlerweile zu. Der Verhältnisse waren sortiert, in der Spitzengruppe zögerten sie alle ihre Boxenstopps heraus, um nicht den Vorteil einer möglichen Safety-Car-Phase zu verpassen.

Erst im letzten Renndrittel holte sich Verstappen neue Reifen, er fiel damit hinter die beiden McLaren zurück.

L.Ross--EWJ

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