English Woman's Journal - Wimbledon: Lys und Siegemund erreichen zweite Runde

Wimbledon: Lys und Siegemund erreichen zweite Runde


Wimbledon: Lys und Siegemund erreichen zweite Runde
Wimbledon: Lys und Siegemund erreichen zweite Runde / Foto: IMAGO/Schreyer - IMAGO/Schreyer/SID

Eva Lys und Laura Siegemund haben für einen erfolgreichen deutschen Auftakt beim Rasen-Klassiker in Wimbledon gesorgt. Die 23 Jahre alte Hamburgerin Lys besiegte in der Mittagshitze von London die Chinesin Yuan Yue nach einem Kraftakt 6:4, 5:7, 6:2 und ließ sich dabei von zwei vergebenen Matchbällen im zweiten Satz nicht aus dem Konzept bringen. Siegemund bezwang im Anschluss die US-Amerikanerin Peyton Stearns nach starker Vorstellung 6:4, 6:2.

Textgröße ändern:

"Es war anstrengend, unfassbares Wetter", sagte Lys im Anschluss bei Prime Video. Darauf, dass sie nach den vergebenen Matchbällen nochmal ins Spiel gefunden hat, sei sie "unfassbar stolz". Sie werde nach den fast drei Stunden "morgen extremen Arschmuskelkater haben", sagte Lys mit einem Lachen. Lys trifft nun auf die an Position 30 gesetzte Tschechin Linda Noskova.

Die Hamburgerin, Nummer 61 der Welt, steht erstmals in der 2. Runde des traditionsreichen Grand Slams. Im Vorjahr war Lys nach erfolgreicher Qualifikation in der ersten Runde ausgeschieden. Siegemund überstand im All England Club zum insgesamt dritten Mal die erste Runde.

Vor den Augen von Frauen-Bundestrainer Torben Beltz und Davis-Cup-Kapitän Rainer Schüttler sicherte sich Lys nach 49 Minuten den ersten Satz und startete auch in den zweiten Durchgang mit einem Break. Yuan bäumte sich jedoch nochmal auf, Lys vergab beim Stand von 5:4 zwei Matchbälle - und musste in den dritten Satz. Dort wirkte die Chinesin müde und konnte nicht mehr dagegenhalten, Lys nutzte schließlich nach fast zweieinhalb Stunden ihren dritten Matchball zum Sieg.

Siegemund trat von Beginn an dominant auf, Stearns, immerhin die Nummer 36 der Welt, leistete sich immer wieder einfache Fehler. Siegemund blieb auch im zweiten Satz die konstantere Spielerin und verwandelte ihren ersten Matchball zum Einzug in die zweite Runde. Dort trifft sie auf die frühere US-Open-Finalistin Leylah Fernandez (Kanada) oder Hannah Klugman aus Großbritannien.

Am Dienstag versuchen Queen's-Siegerin Tatjana Maria und Nachwuchshoffnung Ella Seidel ebenfalls in die zweite Runde einzuziehen. Die 37 Jahre alte Maria trifft um 12.00 Uhr (MESZ) auf die US-Amerikanerin Katie Volynets, Seidel (20) duelliert sich am Abend mit der Spanierin Jessica Bouzas Maneiro.

P.Smid--EWJ

Empfohlen

Hamilton holt Pole in Mexiko - Antonelli klar geschlagen

Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat vor dem Großen Preis von Mexiko einen überraschenden Coup gelandet und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli den Weg zur vorzeitigen Krönung zumindest ein wenig erschwert. Der Ferrari-Pilot setzte im Qualifying am Samstag überraschend die Bestzeit und bescherte Ferrari damit die erste Pole Position in dieser Saison. Hamilton selbst steht nach mehr als drei Jahren und erstmals für den italienischen Traditionsrennstall wieder auf der ersten Startposition.

BVB bleibt auf Augenhöhe mit dem FC Bayern

Borussia Dortmund bleibt mit dem FC Bayern auf Augenhöhe. In einem kampfbetonten 141. deutschen Klassiker trotzte die Mannschaft von Trainer Niko Kovac dem deutschen Rekordmeister ein 2:2 (0:1) ab und ist damit nach wie vor punktgleich mit dem Tabellenführer aus München. Fábio Silva (89.) und Serhou Guirassy (60.) trafen vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp jeweils zum Ausgleich für die Gäste, nachdem Konrad Laimer (38.) und Dayot Upamecano (66.) die Bayern zweimal in Führung gebracht hatten.

Zverev unterliegt de Minaur: Traumfinale gegen Alcaraz geplatzt

Ein fahriger Alexander Zverev hat das Traumfinale beim ATP-Turnier in Wien platzen lassen. Der neue Weltranglistenerste unterlag am Samstag in einem ganz engen Match dem Australier Alex de Minaur 4:6, 6:1, 6:7 (4:7) und verpasste damit das erhoffte Endspiel gegen seinen Vor-Vorgänger Carlos Alcaraz. Der Spanier hatte zuvor sein Halbfinale 6:4, 7:6 (7:2) gegen Daniil Medwedew gewonnen.

Nach Russen-Urteil: WM-Rückgabe für DEB eine Option

Die Teilnahme Russlands an der Weltmeisterschaft in Deutschland wird zum Politikum, der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) zieht gar den Worst-Case in Betracht. "Ich möchte keine Schwarzmalerei betreiben, ich möchte auch nicht die WM in Frage stellen", sagte der Vorstandsvorsitzende Frank H. Lutz bei MagentaTV: "Aber natürlich müssen wir uns als DEB mit der Option beschäftigen, dass wir diese WM zurückgeben."

Textgröße ändern: