English Woman's Journal - Sieg zum Müller-Servus: Bayern bezwingen Gladbach

Sieg zum Müller-Servus: Bayern bezwingen Gladbach


Sieg zum Müller-Servus: Bayern bezwingen Gladbach
Sieg zum Müller-Servus: Bayern bezwingen Gladbach / Foto: MICHAELA STACHE - SID

Thomas Müller verlässt sein "Wohnzimmer" bei Bayern München mit einem letzten Heimsieg und der Meisterschale. Der 35-Jährige sagte beim 2:0 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach "Servus". Es war sein letzter Auftritt in der Allianz Arena und sein 750. Pflichtspiel für die Bayern, die ihren Titel vor einer Woche nach einem Patzer von Verfolger Bayer Leverkusen gefeiert hatten.

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Müller, der nun 13 Meisterschaften mit seinem Team geholt hat, wurde von den Fans gefeiert, offiziell verabschiedet - und spielte in seiner typischen Art bis zur 83. Minute, in der er unter Standing Ovations ausgewechselt wurde: Seine Mutter hielt den Gang durch ein Spalier der Mitspieler mit dem Handy fest. Nach dem Spiel nahmen Müller und die Bayern die Schale in Empfang.

Vor dem Abschied nach 25 Jahren FC Bayern blieb Müller ein letztes Heimtor verwehrt. Am nächsten dran war er in der 57. Minute, doch Torwart Jonas Omlin war zur Stelle. Stattdessen trafen Torjäger Harry Kane (31.) und Michael Olise (90.) gegen die Gladbacher, die damit keine Chance mehr auf den Europapokal haben.

Um 17.51 Uhr hatte "das Team von Thomas Müller", wie Stadionsprecher Stephan Lehmann die Bayern ankündigte, den Rasen zum Aufwärmen betreten. Unter lautstarkem Jubel der Fans, die in den verschiedensten Müller-Trikots gekommen waren.

Es werde "hochemotional für alle Beteiligten", hatte Sportvorstand Max Eberl im Vorfeld angekündigt. Tatsächlich: Als die Südkurve ihrer Legende mit einer spektakulären Choreographie ("Seit 25 Jahren alles für unsere Farben!") und Sprechchören huldigte, hatten viele Tränen in den Augen. Müller, der am Freitag ein emotionales Abschiedsvideo veröffentlicht hatte, wurde vor Anpfiff unter tosendem Applaus von den Verantwortlichen geehrt: Bei Blumen, Bilderrahmen und einer Schafkopfkarte ("Eichel Ober") wurde es ihm fast zu viel, er rief: "Lass uns spielen!"

Das taten die Münchner zu Beginn nicht mit gewohnter Dominanz: Die Gladbacher, die "kein willkommener Gast sein" wollten, wie Trainer Gerardo Seoane am Sky-Mikrofon klargestellt hatte, spielten aus ihrer Fünferkette nach vorne. Der zurückgekehrte Kapitän Manuel Neuer entschärfte eine freche Flanke von Stefan Lainer (8.) und zeigte nach einer Ecke, die Eric Dier mit der Schulter unglücklich auf das eigene Tor lenkte, seine Klasse (22.).

Müller zog wie gewohnt unkonventionell seine Kreise, lauerte, kommunizierte und feuerte unentwegt an. Dennoch fand der Rekordmeister in den ersten 30 Minuten keine Lösungen gegen die gut organisierte Abwehr der Gäste, bis Michael Olise von rechts nach innen zog und wuchtig abschloss - Kane fälschte den Schuss per Kopf unhaltbar ins Tor ab.

Nach der Pause hatten die Münchner am "Feiertag für alle" (Trainer Vincent Kompany) Glück beim Schuss von Nationalstürmer Tim Kleindienst (55.). Das 1:1 lag in der Luft, als Rocco Reitz eine Ecke mit der Hacke aufs Tor brachte. Dann war noch einmal Müller-Time, doch der Routinier scheiterte weitere Male (68./78.). "Auf geht's, Müller, schieß ein Tor!", sangen die Fans - vergeblich.

F.Stewart--EWJ

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