English Woman's Journal - "Nächsten Step genommen": Gutu lässt Gewichtheber jubeln

"Nächsten Step genommen": Gutu lässt Gewichtheber jubeln


"Nächsten Step genommen": Gutu lässt Gewichtheber jubeln
"Nächsten Step genommen": Gutu lässt Gewichtheber jubeln / Foto: IMAGO/Giorgio Scala / DBM Deepbluemedia / Insidefoto - IMAGO/INSIDEPHOTO/SID

Roberto Gutu gab trotz seines Medaillen-Doppelpacks in Chisinau nicht den Partybefehl. "Gefeiert wird noch nicht so, weil ich nach so einem Wettkampf kaputt bin und zur Ruhe kommen muss", sagte der 24 Jahre alte Gewichtheber - bevor er mit einem Grinsen anfügte: "Aber spätestens am Donnerstag oder am Wochenende werden wir schön etwas essen und trinken gehen."

Textgröße ändern:

Nach seiner historischen WM-Medaille im vergangenen Dezember, der ersten für einen deutschen Gewichtheber seit Matthias Steiner 2010, war Gutu mit großen Zielen nach Moldau gereist. Am Mittwoch lieferte er dann dort auf der europäischen Bühne für den Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) eindrucksvoll ab. In der Klasse bis 73 kg sicherte sich Gutu mit 155 kg Gold im Reißen, mit insgesamt 335 kg gab es auch noch Bronze im Zweikampf - jeweils mit deutschem Rekord.

Und so war der gebürtige Moldauer "sehr zufrieden" mit der eigenen Leistung. "Die Medaille habe ich sehr gewollt, vor allem die goldene", sagte Gutu: "Mein Hauptziel waren sechs gültige Versuche, aber mit vier von sechs bin ich auch sehr zufrieden."

Das war auch das deutsche Lager in Chisinau. "Ich hätte es im Vorfeld genauso unterschrieben. Ich habe gesagt, dass ich mich mehr über die Zweikampfleistung freue und wir uns weiterentwickeln in Richtung Los Angeles 2028", sagte Bundestrainer Almir Velagic: "Wenn das am Ende eine Goldmedaille im Reißen und eine Bronzemedaille im Zweikampf bedeutet, dann ist der Trainer glücklich, der Athlet glücklich und alle sind happy."

Für den BVDG war der Erfolg Gutus ein EM-Auftakt nach Maß - und ein weiterer Fingerzeig, dass sich das deutsche Gewichtheben nach dem kollektiven Verpassen der Olympischen Spiele in Paris wieder im Aufwärtstrend befindet. Es sei "nicht von ungefähr gekommen, er war sehr gut vorbereitet und auf einem guten Weg", sagte Velagic: "Er hat den nächsten Step gemacht."

Am Donnerstag (15.00 Uhr MESZ) will dann Lisa Marie Schweizer in der Klasse bis 71 kg für den BVDG nachlegen. Bis Montag sind auch noch Raphael Friedrich, Lucas Müller und Kiara Klug im Einsatz.

B.Mclean--EWJ

Empfohlen

12.839 Tage nach Becker: Zverev offiziell die Nummer eins

Am frühen Montagmorgen war es dann auch endgültig offiziell: Alexander Zverev ist Weltranglistenerster. Die ATP wies den Hamburger in ihrem Ranking für die Woche ab dem 2. November erstmals als Nummer eins aus. Genau 12.839 Tage nach Boris Beckers letztem Tag an der Weltspitze am 8. September 1991 sitzt damit wieder ein Deutscher auf dem Tennis-Thron.

NFL: Mahomes und Chiefs verspielen Führung kurz vor Schluss

Lange sahen Patrick Mahomes und die Kansas City Chiefs wie die sicheren Sieger aus, dann kassierte der Star-Quarterback mit seinem Team doch noch die zweite Pleite in Folge in der NFL. Der dreimalige Super-Bowl-Sieger führte im letzten Viertel bei den Denver Broncos mit 24:13, aber mit zwei Touchdowns drehten die Gastgeber das Spiel. Mahomes schaffte es mit der Chiefs-Offense noch bis ein Yard vor die Endzone, dann wurde er vier Sekunden vor Schluss gesackt, es blieb beim 24:28.

Messi schießt Miami zum Sieg

Einmal mehr hat Fußball-Superstar Lionel Messi den Unterschied gemacht. Der Argentinier erzielte für Inter Miami beim 2:1 (0:0) beim Tabellennachbarn New England Revolution in der Major League Soccer das Siegtor (83.) und brachte sein Team damit wieder auf Platz zwei der Eastern Conference. Zudem bereitete Messi den zwischenzeitlichen Ausgleich durch eine seltene Kopfballverlängerung vor.

NHL: Draisaitl eilt mit den Oilers von Sieg zu Sieg

Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers bleiben in der Eishockey-Profiliga NHL eine Macht. Das 4:1 bei den New York Rangers war für die Kanadier der siebte Sieg im siebten Auswärtsspiel. Draisaitl trug zwei Vorlagen bei und baute seine persönliche Bilanz auf 28 Scorerpunkte in dieser Saison aus. Ligaweit übertroffen ist der Kölner nur von seinem Mitspieler Connor McDavid (39), der die Oilers im Madison Square Garden nach 50 Sekunden in Führung schoss und das dritte Tor durch Evan Bouchard auflegte. Jener Bouchard steht nun bei 26 Scorern und ist ligaweit die Nummer drei.

Textgröße ändern: