English Woman's Journal - Kuntz sieht U21-Scheitern als "Bestätigung des Trends"

Kuntz sieht U21-Scheitern als "Bestätigung des Trends"


Kuntz sieht U21-Scheitern als "Bestätigung des Trends"
Kuntz sieht U21-Scheitern als "Bestätigung des Trends" / Foto: KAREN MINASYAN - SID

Der ehemalige DFB-Trainer Stefan Kuntz hat nach dem frühen EM-Aus der deutschen U21 zumindest "ein bisschen" Sorgen um den deutschen Fußball. "Das sind Entwicklungen, die man schon etwas länger sieht. Es war eine Bestätigung des Trends", sagte der 60-Jährige nach dem Vorrunden-K.o. dem SID. Der heutige Nationaltrainer der Türkei hatte die deutsche U21 2017 und 2021 zum EM-Titel geführt.

Textgröße ändern:

Kuntz vermisste in der U21 im Vergleich zu seiner eigenen Zeit vor allem charakterstarke Spieler. Der größte Unterschied zu den Europameistern von 2021 "lag vielleicht nicht in der Spielzeit oder Qualität der Spieler, sondern in der Einstellung, in der Mentalität, im Charakter", sagte er.

Vor allem das letzte Gruppenspiel gegen England (0:2) hab diese Schwäche aufgezeigt. "Irgendwann muss es dir egal sein, was der Trainer sagt. Wenn dich dein Gegner herspielt, musst du sagen: Pass mal auf, mit mir nicht. Niklas Dorsch, Salih Özcan und auch andere meiner Spieler haben damals irgendwann gezeigt, dass es so nicht geht, dass wir so ein Spiel gewinnen wollen. Das habe ich bei gar keinem gesehen, das hat mich ein bisschen überrascht", sagte Kuntz.

Das Scheitern könnte aber auch sein Gutes haben. "Die U21-EM ist der perfekte Spiegel. Es sind nur Gleichaltrige da, es gibt keine Ausreden. Dieser Spiegel zeigt, was ich kann und was nicht. Wenn jeder Spieler die Erkenntnisse aus dem Spiegel mitnimmt, dann war dieses Turnier schon für etwas gut, vor allem für die Selbsteinschätzung", sagte er.

Zweifel an seinem Nachfolger Antonio Di Salvo ließ Kuntz trotz des Scheiterns erst gar nicht zu. "Ja, absolut", sagte Kuntz auf die Frage, ob sein ehemaliger Assistent und heutige Chefcoach der richtige Mann für die U21-EM 2025 sei.

St.Reid--EWJ

Empfohlen

Hamilton holt Pole in Mexiko - Antonelli klar geschlagen

Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat vor dem Großen Preis von Mexiko einen überraschenden Coup gelandet und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli den Weg zur vorzeitigen Krönung zumindest ein wenig erschwert. Der Ferrari-Pilot setzte im Qualifying am Samstag überraschend die Bestzeit und bescherte Ferrari damit die erste Pole Position in dieser Saison. Hamilton selbst steht nach mehr als drei Jahren und erstmals für den italienischen Traditionsrennstall wieder auf der ersten Startposition.

BVB bleibt auf Augenhöhe mit dem FC Bayern

Borussia Dortmund bleibt mit dem FC Bayern auf Augenhöhe. In einem kampfbetonten 141. deutschen Klassiker trotzte die Mannschaft von Trainer Niko Kovac dem deutschen Rekordmeister ein 2:2 (0:1) ab und ist damit nach wie vor punktgleich mit dem Tabellenführer aus München. Fábio Silva (89.) und Serhou Guirassy (60.) trafen vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp jeweils zum Ausgleich für die Gäste, nachdem Konrad Laimer (38.) und Dayot Upamecano (66.) die Bayern zweimal in Führung gebracht hatten.

Zverev unterliegt de Minaur: Traumfinale gegen Alcaraz geplatzt

Ein fahriger Alexander Zverev hat das Traumfinale beim ATP-Turnier in Wien platzen lassen. Der neue Weltranglistenerste unterlag am Samstag in einem ganz engen Match dem Australier Alex de Minaur 4:6, 6:1, 6:7 (4:7) und verpasste damit das erhoffte Endspiel gegen seinen Vor-Vorgänger Carlos Alcaraz. Der Spanier hatte zuvor sein Halbfinale 6:4, 7:6 (7:2) gegen Daniil Medwedew gewonnen.

Nach Russen-Urteil: WM-Rückgabe für DEB eine Option

Die Teilnahme Russlands an der Weltmeisterschaft in Deutschland wird zum Politikum, der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) zieht gar den Worst-Case in Betracht. "Ich möchte keine Schwarzmalerei betreiben, ich möchte auch nicht die WM in Frage stellen", sagte der Vorstandsvorsitzende Frank H. Lutz bei MagentaTV: "Aber natürlich müssen wir uns als DEB mit der Option beschäftigen, dass wir diese WM zurückgeben."

Textgröße ändern: