English Woman's Journal - Paris 2024: Unterstützung in Frankreich sinkt

Paris 2024: Unterstützung in Frankreich sinkt


Paris 2024: Unterstützung in Frankreich sinkt
Paris 2024: Unterstützung in Frankreich sinkt / Foto: LUDOVIC MARIN - SID

Die Unterstützung der französischen Bevölkerung für die Olympischen Spiele 2024 in Paris ist in den vergangenen drei Monaten drastisch gesunken. Nur noch 58 Prozent der Franzosen halten die Sommerspiele (26. Juli bis 11. August) für eine gute Idee. Das ergab eine Umfrage des Instituts Odoxa im Auftrag der Zeitung Le Figaro. Noch im März lag der Zuspruch bei 69 Prozent, im September 2021 bei 76 Prozent.

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Als Erklärung für die wachsende Olympia-Ablehnung führt Odoxa die steigenden Kosten und ein "Gefühl" der schlechten Vorbereitung der Bevölkerung auf das Event im kommenden Jahr an. Laut der Umfrage glauben weniger Franzosen an die Vorteile der Spiele für das eigene Land. Auch die Begeisterung für die Wettbewerbe schrumpft. Nur noch 52 Prozent aller Franzosen wollen die Olympischen Spiele verfolgen.

Die Umfrage wurde am 21. und 22. Juni durchgeführt, nachdem die Polizei die Zentrale des Organisationskomitees in Saint-Denis durchsucht hatte. Bei der Razzia, die auch in den Büros der für die Spiele zuständigen Baugesellschaft Solideo stattfand, ging es laut der Pariser Finanzstaatsanwaltschaft um Vorwürfe von "illegalen Interessenskonflikten, Missbrauch öffentlicher Gelder und Vetternwirtschaft".

Einen Tag später meldete der französische Rechnungshof, dass die Kosten für die Spiele erheblich überschritten werden - aus einem "unverständlichen Mangel an Verständnis für die Komplexität der IOC-Vorgaben". Der Bericht besagt, dass das Pariser Bewerbungskomitee die Kosten für die Austragung der Spiele zum Zeitpunkt der Bewerbung "unterschätzt" habe und warnte, dass vor dem nächsten Sommer Kürzungen erforderlich sein könnten.

Das Budget für das Organisationskomitee COJO, das zum Zeitpunkt der erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2017 bei 3,3 Milliarden Euro gelegen hatte, stieg bis Ende 2022 auf 4,4 Milliarden Euro an.

L.Paterson--EWJ

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