English Woman's Journal - TV-Blackout: Balkausky will sich "nicht erpressen lassen"

TV-Blackout: Balkausky will sich "nicht erpressen lassen"


TV-Blackout: Balkausky will sich "nicht erpressen lassen"
TV-Blackout: Balkausky will sich "nicht erpressen lassen" / Foto: FRANCK FIFE - SID

Trotz des politischen Drucks von höchster Stelle sowie den neu angelaufenen Verhandlungen zwischen dem Fußball-Weltverband FIFA und den öffentlich-rechtlichen Sendern steht der TV-Blackout bei der bevorstehenden Frauen-WM weiter im Raum. "Natürlich wäre das der Worst Case", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky am Donnerstag am Rande der SPOBIS Conference in Düsseldorf dem SID: "Den wollen weder ARD und ZDF. Aber wir können und werden uns nicht erpressen lassen."

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Balkausky hofft auf eine Lösung im Rechtepoker, "indem man miteinander spricht": "Es ist schon eine besondere Situation, die wir vorgefunden haben. Ich hoffe, dass es zu einer Einigung kommt." Die Sender hätten ein Angebot abgegeben, "wie es der Markt uns abverlangt". Dies sei die "Begrenzung, die wir haben, weil wir wirtschaftlich agieren. Das ist der Maßstab, an dem sich alle Angebote, die wir abgeben, messen lassen müssen."

Laut Balkausky ("Wir wollen unbedingt - wir haben in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen, dass wir den Frauenfußball zeigen und sichtbar machen wollen") wäre eine Übertragung der Endrunde in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August) logistisch noch möglich.

"Es ist grundsätzlich so, dass wir noch in der Lage wären, das Ganze umzusetzen, in einem angemessenen und vernünftigen Rahmen - und auch vor Ort", sagte Balkausky: "Nicht mit einer großen Crew, aber mit einer kleinen Crew - aber wir werden sehen, ob es dazu kommen wird."

Am Mittwoch hatten europäische Spitzenpolitiker um Bundesinnenministerin Nancy Faeser die Beteiligten zum Handeln aufgefordert. Zu den Beteiligten gehört DFB-Präsident Bernd Neuendorf, der als Vermittler agiert.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte zuletzt zu niedrige Angebote beklagt und mit einem TV-Blackout in mehreren europäischen Nationen gedroht. Auf der anderen Seite werfen Kritiker der FIFA vor, dass sie unter dem Vorwand der Geschlechtergerechtigkeit ihre Einnahmen steigern möchte. Angeblich verlangt die FIFA rund zehn Millionen Euro, die Sender wollen rund fünf Millionen zahlen.

K.R.Jones--EWJ

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