English Woman's Journal - "Wahnsinnig tolle Zeit": Bitter aus DHB-Team verabschiedet

"Wahnsinnig tolle Zeit": Bitter aus DHB-Team verabschiedet


"Wahnsinnig tolle Zeit": Bitter aus DHB-Team verabschiedet
"Wahnsinnig tolle Zeit": Bitter aus DHB-Team verabschiedet / Foto: VLADIMIR SIMICEK - SID

Die 12.123 Fans in der ausverkauften Arena feierten ihn mit Sprechchören, die deutschen Spieler standen Spalier - und Johannes Bitter selbst winkte mit einem breiten Grinsen ins Publikum: Nach dem 21:28 gegen Dänemark ist der langjährige deutsche Torhüter offiziell aus der Handball-Nationalmannschaft verabschiedet worden. Bitter stand in 21 Jahren in 175 Länderspielen für Deutschland zwischen den Pfosten.

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"Es war eine wahnsinnig tolle Zeit", sagte Bitter am Sonntag über das Hallenmikrofon: "Die 175 Länderspiele waren für mich immer eine Gänsehaut-Atmosphäre und sind ein riesiges Privileg. Danke für 21 Jahre Nationalmannschaft." Die lange Rede, versprach der noch immer aktive Schlussmann des HSV Hamburg, "kommt dann in ein paar Jahren, wenn mal wirklich Schluss ist".

Bitter, mittlerweile 40 Jahre alt, gab am 4. Januar 2002 sein Debüt in der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Es war der Anfang einer langen Karriere, gekrönt durch den WM-Triumph 2007 beim Wintermärchen in Deutschland. Der Erfolg vor 16 Jahren markiert die bis heute letzte Medaille einer deutschen Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft.

"Er hat sehr lange viel für den deutschen Handball getan und gehört zu den großen Spielern in der Geschichte", würdigte Bundestrainer Alfred Gislason den erfahrenen Schlussmann. Auch DHB-Sportvorstand Axel Kromer bedankte sich am Sonntag bei Bitter - sagte aber auch zu ihm: "Wir wissen, dass wir weiterhin auf dich bauen können, wenn Not am Mann ist."

Bitters Karriere im DHB-Team ist von mehreren Unterbrechungen geprägt. 2011 nahm sich der Keeper des HSV Hamburg erstmals eine Auszeit. 2014 folgte die erste Rückkehr, nach einigen Intermezzos zählte er 2019 wieder zum festen Stamm des DHB-Teams.

Schon im Anschluss an Olympia 2021 hatte Bitter seinen Abschied geplant, für den Notfall sei er aber noch zur Stelle. Und nicht einmal ein halbes Jahr später stand der 2,05-m-Mann wieder im DHB-Tor. Als das Coronavirus im deutschen Team ausbrach, bat Gislason seinen Routinier um Hilfe - und der eilte direkt aus dem Urlaub zur EM herbei. "Wirklich verrückt", sagt Bitter rückblickend über seine letzten Länderspiele.

R.Wilson--EWJ

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