English Woman's Journal - Neue Details: Treiber der Super League lassen nicht locker

Neue Details: Treiber der Super League lassen nicht locker


Neue Details: Treiber der Super League lassen nicht locker
Neue Details: Treiber der Super League lassen nicht locker / Foto: GIUSEPPE CACACE - SID

Die Treiber der Super League lassen trotz der vergangenen Rückschläge nicht locker und wollen im europäischen Fußball ein System aus mehreren Spielklassen mit 60 bis 80 Vereinen installieren. Das geht aus einem grundsätzlichen Konzept der potenziellen Organisatoren hervor, die am Donnerstag ein "vorläufiges Ergebnis des ausführlichen Dialogs mit Fußball-Interessenvertretern" vorstellten.

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Grundlage sind Gespräche mit rund 50 europäischen Vereinen und weiteren Interessenvertretern aus dem Fußball. Den teilnehmenden Klubs sollen demnach 14 europäische Spiele garantiert werden. Die Einnahmen würden über die gesamte Pyramide verteilt. Die Umsetzung der Pläne ist allerdings unklar.

"Die Teilnahme erfolgt auf Grundlage der im Laufe der Saison erbrachten sportlichen Leistung. Es gibt keine dauerhaften Mitglieder. Die Qualifikation über nationale Leistungen ermöglicht Vereinen den Zugang zum europäischen Wettbewerb und erhält somit die Dynamik auf nationaler Ebene", hieß es in einer Mitteilung der Sportmarketingagentur A22, die die Pläne einer Super League für die drei verbliebenen Anhänger Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin vorantreibt.

Vereine, die auf europäischer Ebene spielten, blieben wie bisher Teil der nationalen Wettbewerbe: "Gleichzeitig sollen nationale Wettbewerbe gestärkt und der Kampf um die Meisterschaften wieder spannend werden."

Das Feedback der Klubs fasste A22 in "zehn Grundsätzen" zusammen. Zu diesen zählen unter andere eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit, Regeln für die finanzielle Nachhaltigkeit, ein besseres Erlebnis für Fans, eine bessere Finanzierung des Frauenfußballs sowie ein deutlicher Anstieg der Solidaritätszahlungen. Mindestens 400 Millionen Euro pro Jahr sollen für nicht-teilnehmende Klubs sowie für soziale Zwecke bereitgestellt werden.

Die Treiber der Super League hatten im Dezember durch ein Gutachten des Europäischen Gerichtshofs (EuGh) einen empfindlichen Rückschlag erlitten. Die obersten Rechtsberater stuften das Vorgehen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und des Weltverbands FIFA als vereinbar mit europäischem Recht ein.

Zwar dürfe die Super League ihren eigenen Betrieb grundsätzlich starten, eine gleichzeitige Teilnahme an den Wettbewerben der Verbände ohne deren Zustimmung könne sie aber nicht einfordern. Dass die Verbände den teilnehmenden Vereinen und Spielern einer Super League mit Sanktionen bis hin zum Ausschluss von eigenen Wettbewerben drohe, sei deshalb rechtskonform.

Das von Generalanwalt Athanasios Rantos vorgelegte Gutachten ist für das Gericht nicht bindend, jedoch folgte der EuGh in der Vergangenheit meist den Schlussanträgen der Kammer. Ein Urteil wird im März erwartet. Die Treiber einer Super League hatten nach der gescheiterten Gründung im April 2021 gegen die Monopolstellung der UEFA geklagt, ein Madrider Gericht übergab den Fall an die höchste europäische Instanz.

O.Jonstone--EWJ

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