English Woman's Journal - Gutachten stützt UEFA vor Europäischem Gerichtshof

Gutachten stützt UEFA vor Europäischem Gerichtshof


Gutachten stützt UEFA vor Europäischem Gerichtshof
Gutachten stützt UEFA vor Europäischem Gerichtshof / Foto: © FIRO/SID

Die Treiber der Super League haben durch ein Gutachten des Europäischen Gerichtshofs (EuGh) einen empfindlichen Rückschlag erlitten. Demnach stuften die obersten Rechtsberater das Vorgehen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und des Weltverbands FIFA als vereinbar mit europäischem Recht ein.

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Zwar dürfe die Super League ihren eigenen Betrieb grundsätzlich starten, eine gleichzeitige Teilnahme an den Wettbewerben der Verbände ohne deren Zustimmung könne sie aber nicht einfordern. Dass die Verbände den teilnehmenden Vereinen und Spielern einer Super League mit Sanktionen bis hin zum Ausschluss von eigenen Wettbewerben drohe, sei deshalb rechtskonform.

Das von Generalanwalt Athanasios Rantos vorgelegte Gutachten ist für das Gericht nicht bindend, jedoch folgte der EuGh in der Vergangenheit meist den Schlussanträgen der Kammer. Ein Urteil ist für März 2023 zu erwarten. Die Treiber einer Super League hatten nach der gescheiterten Gründung im April 2021 gegen die Monopolstellung der UEFA geklagt, ein Madrider Gericht übergab den Fall an die höchste europäische Instanz.

Die UEFA nahm das am Donnerstag in Luxemburg veröffentlichte Gutachten sehr wohlwollend auf. "Die Schlussanträge bekräftigen die zentrale Rolle der Verbände beim Schutz des Sports, bei der Wahrung der Grundprinzipien der sportlichen Leistung und des offenen Zugangs aller Mitglieder sowie bei der Vereinigung des Fußballs durch gemeinsame Verantwortung und Solidarität", schrieb der Dachverband in einer Stellungnahme .

Auch die ECA begrüßte die Empfehlung der obersten Rechtsberater. Dies sei "eine klare Absage an die Bemühungen einiger weniger, die Grundlagen und das historische Erbe des europäischen Fußballs für viele zu untergraben", hieß es vonseiten der europäischen Klubvereinigung.

Die Agentur A22 hatte Mitte Oktober einen erneuten Vorstoß gewagt, das im April 2021 krachend gescheiterte Projekt zu etablieren. Anschließend hatten die Verantwortlichen um den früheren RTL-Chef Bernd Reichart um Gespräche mit den repräsentativen Instanzen des europäischen Fußballs gebeten. Dabei hatte die UEFA ihren Widerstand bekräftigt.

F.McKenzie--EWJ

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