English Woman's Journal - Zweifel an Qualifikation: Neue Trump-Sprecherin bezeichnet sich dennoch als Anwältin

Zweifel an Qualifikation: Neue Trump-Sprecherin bezeichnet sich dennoch als Anwältin


Zweifel an Qualifikation: Neue Trump-Sprecherin bezeichnet sich dennoch als Anwältin
Zweifel an Qualifikation: Neue Trump-Sprecherin bezeichnet sich dennoch als Anwältin / Foto: Jim WATSON - AFP

Die neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, bezeichnet sich trotz Zweifeln an ihrem Lebenslauf weiterhin als Anwältin - obwohl Interviewäußerungen der 41-Jährigen darauf schließen lassen, dass sie in den USA keine Anwaltszulassung hat. Dem Portal "Real Americas"s Voice" sagte sie am Donnerstag, sie habe sich für die Anwaltsprüfung angemeldet, sei dann aber wegen des bevorstehenden Umzugs mit ihrem Mann nach China "abgelenkt und überfordert" gewesen.

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"Wir sagten einfach: 'Nehmen wir uns diese Zeit, ich lege die Anwaltsprüfung ab und schaue, was passiert'", sagte Zacharia. "Die Ergebnisse sind eher nebensächlich, da ich wusste, dass ich die Anwaltszulassung in China nicht brauchen würde, und wir sind kurz darauf abgereist", fügte sie hinzu.

In Peking arbeitete Zacharia als Rechtsanwältin in einer großen chinesischen Kanzlei. Nach eigenen Angaben hat sie die Anwaltsprüfung nach ihrer Rückkehr in die USA aufgrund der Geburt ihres ersten Kindes nicht wiederholt. Zacharia sagte jedoch, dass "viele Leute aus der Branche" ihr versichert hätten, sie könne sich angesichts ihres Jurastudiums und ihrer in China gesammelten Berufserfahrung als Anwältin bezeichnen.

Die Ethikorganisation Campaign for Accountability hatte am Mittwoch die Anwaltskammer des Bundesstaates Kalifornien aufgerufen, eine Untersuchung einzuleiten. Zacharia hatte dort an der Pepperdine University Jura studiert und als Assistentin eines Rechtsprofessors gearbeitet. Hinweise auf eine Anwaltszulassung in den USA gibt es in ihrem Lebenslauf nicht. Die frühere Kommentatorin des Senders Fox News hat aber bei Fernsehauftritten und in Onlinenetzwerken immer wieder erwähnt, sie sei Anwältin.

Zacharia hatte am Dienstag ihr Debüt im Presseraum des Weißen Hauses gegeben. Sie ist Nachfolgerin der zurückgetretenen Sprecherin Karoline Leavitt. Zuvor arbeitete Zacharia unter anderem für Trump Media and Technology - die Gruppe hinter der Truth-Social-Plattform des Präsidenten. Die Anhängerin von Trumps Bewegung Make America Great Again (Macht Amerika wieder großartig), kurz Maga, übernimmt die Kommunikationsrolle im Weißen Haus zu einem Zeitpunkt, an dem Trumps Republikanern laut Umfragen schwere Niederlagen bei den im November anstehenden Kongresswahlen drohen.

L.MacDonald--EWJ

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