English Woman's Journal - Ed Sheeran: Situation im Gazastreifen ist "nicht zu rechtfertigen"

Ed Sheeran: Situation im Gazastreifen ist "nicht zu rechtfertigen"


Ed Sheeran: Situation im Gazastreifen ist "nicht zu rechtfertigen"
Ed Sheeran: Situation im Gazastreifen ist "nicht zu rechtfertigen" / Foto: VALERIE MACON - AFP/Archiv

Bei seinem ersten Konzert nach dem Tournee-Rauswurf von US-Rapper Macklemore wegen pro-palästinensischer Äußerungen hat der britische Popstar Ed Sheeran selbst klare Worte zum Nahost-Konflikt gefunden. "Was im Gazastreifen passiert, ist katastrophal und nicht zu rechtfertigen und unverhältnismäßig", sagte Sheeran am Samstag (Ortszeit) bei dem Auftritt in der US-Stadt Philadelphia. Er sagte zudem, er habe "schwierige Entscheidungen" treffen müssen und mache "Fehler".

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Sheeran brachte seine Trauer "angesichts des Ausmaßes der Zerstörung und des Verlustes des Lebens von Zivilisten und des Lebens von Kindern" im Gazastreifen zum Ausdruck. Auch die "systematische Ungerechtigkeit" im Westjordanland dürfe "nicht ignoriert werden".

Macklemore war Anfang September vor zwei Konzerten von Sheeran im MetLife Stadium bei New York aufgetreten. Dabei rief er unter anderem "Free Palestine". Am Montag erklärte der Rapper in Onlinediensten, Sheeran und dessen Team seien nicht für seinen Rauswurf verantwortlich gewesen. Hinter der Entscheidung stand stattdessen der Milliardär und Stationbesitzer Robert Kraft - Sheeran wurde aber vorgeworfen, sich nicht gegen Macklemores Ausschluss zur Wehr gesetzt zu haben.

Sheeran war nach dem Ausschluss heftiger Kritik ausgesetzt gewesen. Mehrere weitere Künstler verließen seine Tournee ebenfalls. Am Samstag versammelten sich einige Dutzend pro-palästinensische Demonstranten vor dem Stadion in Philadelphia und skandierten "Free Palestine".

Sheeran sagte gegen Ende des Konzerts, die vergangene Woche sei die "schwerste Woche" seines Lebens und er habe befüchtet, das Publikum werde ihn mit "Dingen bewerfen". Er bedankte sich für die Unterstützung und sagte unter den Tränen, das Konzert sei der "beste Abend" seines Lebens gewesen.

Die radikalislamische Hamas und ihre Verbündeten hatten bei ihrem Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 mehr als 1200 Menschen getötet, 251 wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit massiven Angriffen im Gazastreifen, bei dem nach palästinensischen Angaben mehr als 73.000 Menschen getötet wurden.

E.Brwon--EWJ

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