English Woman's Journal - Streit um Teilnahme Israels: Irland will ESC auch 2027 boykottieren

Streit um Teilnahme Israels: Irland will ESC auch 2027 boykottieren


Streit um Teilnahme Israels: Irland will ESC auch 2027 boykottieren
Streit um Teilnahme Israels: Irland will ESC auch 2027 boykottieren / Foto: Nikolay DOYCHINOV - AFP/Archiv

Aus Protest gegen die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest (ESC) will Irland das größte im Fernsehen übertragenen Musikereignis der Welt auch im kommenden Jahr boykottieren. Irland werde weder einen Teilnehmer nominieren noch die Veranstaltung übertragen, erklärte am Donnerstag der staatliche Fernsehsender RTE. Zur Begründung führte er den "anhaltenden Verlust von Menschenleben" im Gazastreifen durch das Vorgehen der israelischen Armee in dem Palästinensergebiet an.

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Damit ist Irland das zweite Land, das den im kommenden Jahr in Bulgarien ausgetragenen Musikwettbewerb boykottiert. Im August hatten bereits die Niederlande erklärt, dass sie aus Protest gegen Israel erneut nicht teilnehmen werden.

Irland und die Niederlande hatten bereits in diesem Jahr zusammen mit drei weiteren Ländern den im Mai in Wien ausgerichteten ESC boykottiert. Sie forderten einen Ausschluss Israels vom ESC wegen des Vorgehens der israelischen Armee im Gaza-Krieg, den die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas am 7. Oktober 2023 mit ihrem brutalen Überfall auf Israel ausgelöst hatte.

Nach dem Sieg der bulgarischen Sängerin Dara mit ihrem Partylied "Bangaranga" in Wien findet die 71. Ausgabe des Wettbewerbs am 15. Mai 2027 in der bulgarischen Küstenstadt Burgas statt.

Nach seinem Regelwerk muss der ESC neutral und unpolitisch sein. Nach dem Streit um die Teilnahme Israels hatte die Europäische Rundfunkunion (EBU) als Veranstalterin Mitte August entschieden, dass Länder im Kriegszustand nicht Gastgeber des Musikwettbewerbs sein dürfen. Israel wurde bei der Verkündung dieser Entscheidung nicht explizit genannt.

R.Wilson--EWJ

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