English Woman's Journal - Verschollen geglaubte Habsburg-Juwelen erstmals in Kanada ausgestellt

Verschollen geglaubte Habsburg-Juwelen erstmals in Kanada ausgestellt


Verschollen geglaubte Habsburg-Juwelen erstmals in Kanada ausgestellt
Verschollen geglaubte Habsburg-Juwelen erstmals in Kanada ausgestellt / Foto: Louis Hébert - MNBAQ/AFP

Jahrzehntelang lagen sie verborgen in einem kanadischen Bankschließfach, nun sind 15 Schmuckstücke der österreichischen Kaiserdynastie der Habsburger erstmals öffentlich zu sehen. Das Musée national des beaux-arts du Québec zeigt ab Freitag unter anderem den berühmten "Florentiner"-Diamanten sowie persönliche Gegenstände von Kaiserin Maria Theresia, Königin Marie-Antoinette und Kaiser Franz I.

Textgröße ändern:

Die nach dem Ersten Weltkrieg ins Exil geflohene letzte österreichische Kaiserin Zita von Bourbon-Parma hatte den Familienschatz im Jahr 1940 mit nach Kanada gebracht. Die damals in Belgien lebende Zita war vor den vorrückenden Truppen Nazi-Deutschlands aus Europa geflohen.

Zita verfügte, dass der Verbleib der Juwelen geheim bleiben sollte. Das Geheimnis wurde innerhalb der Familie über Generationen weitergegeben und erst im vergangenen Jahr öffentlich gemacht.

Zu den ausgestellten Stücken gehört der "Florentiner", einer der größten bekannten Diamanten. Der Edelstein war unter anderem im Besitz der Burgunder und der aus dem italienischen Florenz stammenden Medici-Familie gewesen und galt lange als verschwunden oder gestohlen. Zu sehen ist außerdem eine Taschenuhr, die Marie-Antoinette gehört hatte.

Maria Theresia regierte im 18. Jahrhundert die habsburgischen Erblande und war unter anderem Königin von Ungarn und Böhmen. Ihr Ehemann Franz Stephan von Lothringen wurde als Franz I. Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Ihre Tochter Marie-Antoinette heiratete den französischen König Ludwig XVI. und wurde 1793 während der Französischen Revolution hingerichtet.

Der Schmuck befindet sich in der Obhut des kanadischen Treuhandfonds Fiducie Saint-Joseph. Eine österreichische Kommission prüft derzeit, ob die Alpenrepublik Ansprüche auf die Stücke hat. Nicht alle 1918 aus der Schatzkammer der Wiener Hofburg abtransportierten Preziosen sind wieder aufgetaucht. Von der Diamantkrone von Kaiserin Elisabeth - bekannt unter dem Namen Sisi - fehlt nach Angaben der Familie weiterhin jede Spur.

Familienoberhaupt Karl Habsburg erklärte laut der Nachrichtenagentur APA, die Ausstellung sei eine Anerkennung dafür, dass die Familie in Québec einen sicheren Zufluchtsort vor Verfolgung gefunden habe.

N.Steward--EWJ

Empfohlen

Buchhandel wirft Kulturstaatsminister Weimer Untätigkeit bei KI vor

Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Sebastian Guggolz, hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) Untätigkeit beim Schutz der Verlage vor den Folgen von Urheberrechtsverletzungen durch Künstliche Intelligenz (KI) vorgeworfen. Vor einem Jahr habe Weimer auf der Frankfurter Buchmesse "sehr engagiert" Lösungsvorschläge und ein geseztliches Vorgehen in europäischer Abstimmung angekündigt, sagte Guggolz am Dienstag vor Eröffnung der diesjährigen Buchmesse. Passiert sei nichts - "wir sind praktisch auf dem gleichen Stand wie im vergangenen Jahr".

Britischer Bestsellerautor Jeffrey Archer im Alter von 86 Jahren gestorben

Der britische Bestsellerautor und ehemalige Politiker Jeffrey Archer ist tot. Der Schriftsteller starb unerwartet im Alter von 86 Jahren, wie sein Verlag Harper Collins am Montag mitteilte. Demnach starb Archer "friedlich in seinem Zuhause zwischen zwei Schreibphasen". Die Lektorin Kate Elton würdigte ihn als "Meistererzähler und Traum eines jeden Lektors".

Deutscher Buchpreis geht an Shida Bazyar und "Die Lücken"

Der Deutsche Buchpreis geht in diesem Jahr an die Schriftstellerin Shida Bazyar und ihren Roman "Die Lücken". Bazyar wurde am Montagabend für ihre Erzählung über jüdisches Leben und die NS-Vergangenheit im Hunsrück ausgezeichnet.

Oktoberfest-Bilanz: Neuer Wiesn-Rekord mit 7,4 Millionen Besuchern

Mit rund 7,4 Millionen Besuchern hat das Münchner Oktoberfest in diesem Jahr einen neuen Rekord erzielt. Nach ersten Schätzungen zog es an allen 16 Tagen bis einschließlich Sonntag so viele Gäste wie noch nie zum weltweit größten Volksfest auf die Theresienwiese, wie die Stadt München mitteilte. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt rund 6,5 Millionen.

Textgröße ändern: