English Woman's Journal - Rushdie-Attentäter einer "terroristischen Handlung" schuldig gesprochen

Rushdie-Attentäter einer "terroristischen Handlung" schuldig gesprochen


Rushdie-Attentäter einer "terroristischen Handlung" schuldig gesprochen
Rushdie-Attentäter einer "terroristischen Handlung" schuldig gesprochen / Foto: ANGELA WEISS, Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Vier Jahre nach dem Messerattentat auf Salman Rushdie ist der bereits zu 25 Jahren Haft verurteilte Täter nun auch einer "terroristischen Handlung" schuldig gesprochen worden. Hadi Matar sei "den terroristischen Werten der iranischen Führung" gefolgt und habe "einen grenzüberschreitenden Terrorakt" begangen, teilte das US-Justizministerium am Mittwoch mit. Er sei von einer Geschworenen-Jury auf Bundesebene "der Begehung einer terroristischen Handlung" schuldig befunden worden.

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Matar war vor gut einem Jahr wegen des Attentats auf Rushdie bereits von einem Geschworenengericht im Bundesstaat New York zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Der US-Bürger mit libanesischen Wurzeln hatte im August 2022 bei einer Veranstaltung mindestens zehn Mal auf den Schriftsteller eingestochen und ihn schwer verletzt. Der 79-Jährige ist seit dem Angriff auf dem rechten Auge blind.

Der Iran hatte Rushdie wegen angeblicher Blasphemie in seinem Roman "Die Satanischen Verse" von 1988 mit einer Fatwa belegt - einer Art religiösem Urteil, das in islamistischen Kreise zur Rechtfertigung von Gewalttaten dienen kann und als Todesdrohung verstanden wird. Nach Angaben der US-Ankläger wollte Matar mit seiner Tat die Fatwa umsetzen.

Teheran bestritt nach dem Attentat vehement, hinter dem Angriff zu stehen. Das iranische Außenministerium hatte sich bereits 1998 von der Todesdrohung distanziert, eine iranische Stiftung hielt allerdings ein Art Kopfgeld auf Rushdie aufrecht.

K.Marshall--EWJ

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