English Woman's Journal - Tötung von Journalistin in Nordirland: Drei Männer vom Mord-Vorwurf freigesprochen

Tötung von Journalistin in Nordirland: Drei Männer vom Mord-Vorwurf freigesprochen


Tötung von Journalistin in Nordirland: Drei Männer vom Mord-Vorwurf freigesprochen
Tötung von Journalistin in Nordirland: Drei Männer vom Mord-Vorwurf freigesprochen / Foto: Jess LOWE - JESS LOWE PHOTOGRAPHY/AFP/Archiv

Im Fall einer vor mehr als sieben Jahren bei Ausschreitungen in Nordirland getöteten Journalistin sind drei Männer vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Der Freispruch erging am Freitag durch einen Richter in Belfast nach mehr als zweijährigem Prozess. Die 29-jährige Reporterin Lyra McKee war im April 2019 in der nordirischen Stadt Derry - auch bekannt als Londonderry - erschossen worden.

Textgröße ändern:

Zu dem tödlichen Schuss bekannte sich damals die paramilitärische Splittergruppe New IRA, welche die Angehörigen der Frau "aufrichtig um Entschuldigung" bat. Die Reporterin sei "tragischerweise getötet" worden, als sie an der Seite "feindlicher Kräfte" gestanden habe. McKee hatte nahe Polizeifahrzeugen gestanden.

Keiner der nun freigesprochenen drei Angeklagten war beschuldigt worden, den tödlichen Schuss abgegeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vielmehr vor, sie hätten einen letztlich allein handelnden Schützen zu dem Ort geführt, von wo aus er gefeuert habe. Der Schütze sei von den Angeklagten "vorsätzlich ermutigt oder unterstützt" worden, lautete der Vorwurf der Anklage. Die Verteidigung hielt dem erfolgreich entgegen, für diese Anschuldigungen gebe es keine Beweise.

Die Familie der Journalistin reagierte empört auf die Freisprüche. Das Justizsystem habe ihre Familie "vollkommen im Stich gelassen", sagte die Schwester Nichola Corner vor dem Gerichtsgebäude. "Der heutige Tag hat uns als Familie völlig und restlos schockiert."

Der gewaltsame Tod der 29-Jährigen hatte Erinnerungen an die düstersten Zeiten des jahrzehntelangen Nordirland-Konflikts geweckt, in dem rund 3500 Menschen getötet worden waren. Derry war 1972 Schauplatz des "Bloody Sunday", eines der schlimmsten Kapitel des Nordirland-Konflikts. Damals schossen britische Soldaten auf unbewaffnete Teilnehmer einer ungenehmigten Demonstration, 14 Menschen wurden getötet.

N.Macleod--EWJ

Empfohlen

"Warum tötet ihn keiner": Geldstrafe wegen Verunglimpfung von Bundespräsident

Wegen Verunglimpfung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist ein Mann in Rheinland-Pfalz zu einer Geldstrafe von 2500 Euro verurteilt worden. Das Landgericht Zweibrücken sprach den Angeklagten wegen Verunglimpfung des Bundespräsidenten und Billigung von Straftaten schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Laut Anklage ging es in dem Verfahren um einen Reaktion des Mannes in einem sozialen Netzwerk.

"Untröstlich": Cindy Crawford äußert sich erstmals seit Tod ihres Sohnes

Das frühere Supermodel Cindy Crawford hat sich erstmals öffentlich zum Tod ihres Sohnes Presley Gerber im Alter von nur 27 Jahren geäußert. "Wir sind untröstlich, unseren geliebten Sohn und Bruder verloren zu haben", schrieb Crawford am Sonntag im Namen ihrer Familie im Onlinedienst Instagram. Nach dem Tod von Presley Gerber im September in einer Entzugsklinik in Kalifornien hatte die Familie darum gebeten, in "dieser schweren Zeit" ihre Privatsphäre zu respektieren.

16. Auftritt in fünf Wochen: Céline Dion beendet Konzertreihe nahe Paris

Mit ihrem 16. Auftritt in fünf Wochen hat die kanadische Sängerin Céline Dion ihre Konzertreihe in Frankreich beendet. Die Gesangsdiva trat am Samstagabend vor mehr als 30.000 begeisterten Fans in der ausverkauften Plenitude Arena in Nanterre bei Paris auf.

Zweifel an Qualifikation: Neue Trump-Sprecherin bezeichnet sich dennoch als Anwältin

Die neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, bezeichnet sich trotz Zweifeln an ihrem Lebenslauf weiterhin als Anwältin - obwohl Interviewäußerungen der 41-Jährigen darauf schließen lassen, dass sie in den USA keine Anwaltszulassung hat. Dem Portal "Real Americas"s Voice" sagte sie am Donnerstag, sie habe sich für die Anwaltsprüfung angemeldet, sei dann aber wegen des bevorstehenden Umzugs mit ihrem Mann nach China "abgelenkt und überfordert" gewesen.

Textgröße ändern: