English Woman's Journal - Finnland Favorit und Australien holt auf: ESC-Finale komplett

Finnland Favorit und Australien holt auf: ESC-Finale komplett


Finnland Favorit und Australien holt auf: ESC-Finale komplett

Vor dem Finale des Eurovision Song Contest (ESC) hat Finnland seine Rolle als Topfavorit ausgebaut. In den Wettbüros stiegen am Freitag die Siegchancen des finnischen Duos Pete Parkokonen und Linda Lampenius nach dem zweiten Halbfinale weiter an. Als stärkste Konkurrenz der Finnen gilt nun die Australierin Delta Goodrem, die sich am Donnerstagabend mit neun weiteren Startern für das Finale am Samstag qualifizieren konnte.

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Der ESC ist der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb, das Finale der besten 25 werden voraussichtlich mehr als 160 Millionen Zuschauer am Fernseher verfolgen. Die Wettbüros bewerten bereits seit Wochen die Siegchancen der Starter. Ein Sieg der seit Wochen in den Wettbüros vorn liegenden Finnen gilt für die Buchmacher inzwischen als zu 43 Prozent wahrscheinlich, das ist der bisher höchste Stand des Duos.

Auf Platz zwei kletterte nach dem zweiten Halbfinale Australien, für das die Buchmacher eine Siegchance von 15 Prozent errechnen. Delta Goodrem rechtfertigte in der Wiener Stadthalle mit ihrer Ballade "Eclipse" die hohen Erwartungen an eine starke Platzierung Australiens. Die in ihrem Heimatland äußerst erfolgreiche Sängerin zeigte einen perfekt inszenierten Auftritt ihrer Popnummer. Australien nimmt seit 2015 an dem Wettbewerb teil, es bekam als assoziiertes Mitglied der europäischen Rundfunkunion EBU damals ein Startrecht.

Von den erfolgreichen Teilnehmern des zweiten Halbfinales werden auch dem Dänen Sören Torpegaard Lund mit seinem auf Dänisch gesungenen "For Vi Gar Hjem" Siegchancen zugerechnet - das Lied ist eine kühle Popnummer mit provokativer Bühnenshow.

Qualifizieren konnte sich auch die ebenfalls als mögliche Siegkandidatin gehandelte Rumänin Alexandra Capitanescu mit ihrem Lied "Choke me". Die Rocknummer sorgte im Vorfeld für Kritik - Kritiker sehen darin eine Verharmlosung von sexuell motivierten Würgespielen. Neben diesen drei Ländern schafften es auch Bulgarien, die Ukraine, Norwegen, Malta, Zypern, Albanien und Tschechien ins Finale. Aserbaidschan, Luxemburg, Armenien, die Schweiz und Lettland schieden hingegen aus.

Das zweite Halbfinale sahen in Deutschland im Spartensender One 880.000 Menschen, was einer Einschaltquote von 4,7 Prozent entsprach. Dies waren geringfügig weniger Zuschauer als beim ersten Halbfinale am Dienstag und etwas mehr Zuschauer als beim zweiten Halbfinale vor einem Jahr. Insbesondere beim jüngeren Publikum ist der ESC ein Publikumserfolg, in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen lag die Einschaltquote trotz der Konkurrenz durch "Germany's Next Topmodel" bei starken 9,8 Prozent.

Deutschland mit seiner Starterin Sarah Engels ist für das Finale am Samstag gesetzt, es gehört neben Großbritannien, Frankreich und Italien zu den vier großen Geldgebern des ESC. In den Wettbüros werden Engels keinerlei Siegchancen gegeben, sie wird weit abgeschlagen im hinteren Bereich der 25 Finalisten gesehen. Nach dem zweiten Halbfinale stand Engels in einer auf dem Portal Eurovisionworld.com veröffentlichten Übersicht aller Wettanbieter auf Platz 23 der nun 25 Finalisten. Nur Belgien und Österreich wurden hinter Deutschland gesehen.

Der ESC feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Das Jubiläum steht allerdings im Zeichen eines Konflikts um die Teilnahme Israels. Aus Protest dagegen boykottieren die Niederlande, Spanien, Irland, Slowenien und Island den Wettbewerb. Sie kritisieren Israel wegen des Vorgehens im Gazastreifen.

Nach dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet wurden, griff Israel lange den Gazastreifen an. Dabei wurden nach nicht überprüfbaren Angaben der Hamas-Behörden dort mehr als 72.000 Menschen getötet.

St.Reid--EWJ

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