English Woman's Journal - Ostbeauftragte kritisiert Weimers Absage an Bau für Nationalbibliothek

Ostbeauftragte kritisiert Weimers Absage an Bau für Nationalbibliothek


Ostbeauftragte kritisiert Weimers Absage an Bau für Nationalbibliothek
Ostbeauftragte kritisiert Weimers Absage an Bau für Nationalbibliothek / Foto: RONNY HARTMANN - AFP/Archiv

Die Absage von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) an den geplanten Erweiterungsbau für die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig stößt auch innerhalb der Bundesregierung auf Kritik. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) kritisierte Weimers Entscheidung am Freitag als "unverständlich" und mahnte: "Diese Entscheidung sollte noch einmal überdacht werden."

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Kaiser verwies auch auf Weimers umstrittenes Vorgehen beim deutschen Buchhandlungspreis, das schließlich zur Absage der Verleihung geführt hatte. "Auch vor dem Hintergrund der Diskussion zur Verleihung des Buchhandlungspreises wünsche ich mir, dass die Werte, die Literatur vermittelt, wieder ein stärkeres Gewicht bekommen und das Erbe der Buchstadt Leipzig mehr gewürdigt wird", erklärte die SPD-Politikerin.

Die Nationalbibliothek hatte am Donnerstag mitgeteilt, Weimer habe sich gegen den seit Jahren geplanten Erweiterungsbau entschieden. Weimer begründete die Absage unter anderem mit den Kosten des Projekts. Zudem solle künftig nur noch ein Exemplar jedes Medienwerks gesammelt werden, nicht mehr wie bislang zwei Exemplare.

Die Ostbeauftragte Kaiser zeigte sich davon nicht überzeugt. Der Auftrag der Deutschen Nationalbibliothek, Medienwerke zu sammeln, sei "eine wichtige Säule" beim Schutz des Kulturguts, erklärte sie. Zudem fördere die Nationalbibliothek die Informations- und Meinungsfreiheit und stärke damit die Demokratie.

E.Cunningham--EWJ

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