English Woman's Journal - Spektakulärer Raubzug: Täter erbeuten im Louvre Schmuck von "unschätzbarem Wert"

Spektakulärer Raubzug: Täter erbeuten im Louvre Schmuck von "unschätzbarem Wert"


Spektakulärer Raubzug: Täter erbeuten im Louvre Schmuck von "unschätzbarem Wert"
Spektakulärer Raubzug: Täter erbeuten im Louvre Schmuck von "unschätzbarem Wert" / Foto: Dimitar DILKOFF - AFP

Sie nutzten einen Lastenlift und brauchten gerade einmal sieben Minuten: Bei einem spektakulären Raubzug haben Diebe im Pariser Louvre-Museum Schmuckstücke von unermesslichem Wert erbeutet - womöglich auch französische Kronjuwelen. Die Räuber kamen am Sonntagmorgen per Motorroller, sie nutzten neben dem Lastenlift auch einen Trennschleifer, um in die weltberühmte Apollon-Galerie im ersten Stock einzudringen. Nahe dem Museum fand die Polizei später beschädigt eine mit Diamanten und Smaragden besetzte Krone von Kaiserin Eugénie aus dem 19. Jahrhundert. Die Täter sind noch auf der Flucht.

Textgröße ändern:

Der filmreife Überfall ereignete sich gegen 9.30 Uhr. Die geraubten Schmuckstücke seien von "unschätzbarem Wert", erklärte Innenminister Laurent Nuñez. Die drei oder vier Täter hätten sich auf "zwei Vitrinen" in der Apollon-Galerie konzentriert. Der Überfall habe nur "sieben Minuten" gedauert. Die Täter seien auch auf Motorrollern geflüchtet.

In der im Auftrag des französischen Königs Ludwig XIV. geschaffenen und ganz in Gold getauchten Galerie sind laut der Website des Museums königliche Diamanten und die französischen Kronjuwelen ausgestellt. Dazu zählen historische Diamanten von unschätzbaren Wert wie der Régent, der Sancy und der Hortensia. Ausgestellt wurden in dem Saal auch eine Smaragd- und Diamantkette, die Napoleon seiner Frau, Kaiserin Marie-Louise, schenkte.

Was die Diebe konkret erbeuteten, blieb zunächst unklar. Ein äußerst wertvolles Stück verloren sie bereits auf der Flucht: In der Nähe des Museums sei die aus dem 19. Jahrhundert stammende Krone von Kaiserin Eugénie gefunden worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Nachmittag aus Ermittlerkreisen. Laut Museums-Website ist diese mit 1354 Diamanten und 56 Smaragden besetzt. Die Krone der Ehefrau von Napoleon III. sei bei dem Diebstahl beschädigt worden, hieß es aus Ermittlerkreisen.

Zum Zeitpunkt des Überfalls war der Louvre bereits eine halbe Stunde geöffnet. Alle Besucher seien "ohne Zwischenfall" evakuiert worden, erklärte das Museum, das für den Rest des Tages geschlossen blieb. "Bitte verschwenden Sie nicht Ihre Zeit, gehen Sie einfach nach Hause und lassen Sie sich Ihr Geld über die Website zurückerstatten", sagte ein Museumsmitarbeiter zu einem Besucher, dem der Zutritt verwehrt wurde. Zeitgleich patrouillierten bewaffnete Soldaten rings um das Museum.

Der Louvre mit seiner markanten Glaspyramide zählt zu den berühmtesten Attraktionen der französischen Hauptstadt und war mit fast neun Millionen Menschen 2024 das meistbesuchte Museum der Welt. In ihm ist unter anderem die berühmte "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci ausgestellt. Diese war 1911 aus dem Museum gestohlen worden. Das Gemälde wurde Monate später wiedergefunden und befindet sich heute hinter diebstahlsicherem Glas.

Die Staatsanwaltschaft in Paris leitete am Sonntag Ermittlungen wegen "organisierten Bandendiebstahls" und "Bildung einer kriminellen Vereinigung" ein. Es ist nicht der erste Überfall auf ein französisches Museums in diesem Jahr: Vor einem Monat waren Diebe in das Naturkundemuseum in Paris eingedrungen und hatten Goldexponate im Wert von 600.000 Euro gestohlen. Anfang September waren Einbrecher in das Porzellan-Museum von Limoges eingedrungen und hatten drei als nationale Schätze eingestufte Objekte im Wert von mehreren Millionen Euro gestohlen.

"Kunstobjekte sind heutzutage im Visier der organisierten Kriminalität", sagte Kulturministerin Rachida Dati am Sonntag im Fernsehsender TF1. "Museen sind zu Zielen geworden."

N.M.Shaw--EWJ

Empfohlen

Bitkom: Jeder Fünfte häufig von Nachrichtenflut in Chats überfordert

Viele Menschen in Deutschland fühlen sich durch ständige Nachrichten in Messengerapps überfordert. Bei 20 Prozent der befragten Nutzer ist dies häufig der Fall, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Digitalverbands Bitkom in Berlin ergab. 52 Prozent empfinden dies manchmal oder selten. Insgesamt kennen somit rund 72 Prozent eine mindestens gelegentliche Überforderung durch die Nachrichtenflut in Messengern.

Urteil zu Privatgrundstück bei Google Earth: Eigentümer haben Widerspruchsrecht

Widerspricht der Eigentümer eines Privatgrundstücks der Veröffentlichung von Satellitenbildern bei den Google-Diensten Maps oder Earth, dürfen diese einem Urteil aus Hessen zufolge nicht publiziert werden. Das Unternehmen muss die Veröffentlichung unterlassen, wie das Landgericht Frankfurt am Main am Dienstag mitteilte. Die Veröffentlichung verletze den Kläger in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht. (Az.: 2-03 O 388/25).

"Warum tötet ihn keiner": Geldstrafe wegen Verunglimpfung von Bundespräsident

Wegen Verunglimpfung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist ein Mann in Rheinland-Pfalz zu einer Geldstrafe von 2500 Euro verurteilt worden. Das Landgericht Zweibrücken sprach den Angeklagten wegen Verunglimpfung des Bundespräsidenten und Billigung von Straftaten schuldig, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Laut Anklage ging es in dem Verfahren um einen Reaktion des Mannes in einem sozialen Netzwerk.

"Untröstlich": Cindy Crawford äußert sich erstmals seit Tod ihres Sohnes

Das frühere Supermodel Cindy Crawford hat sich erstmals öffentlich zum Tod ihres Sohnes Presley Gerber im Alter von nur 27 Jahren geäußert. "Wir sind untröstlich, unseren geliebten Sohn und Bruder verloren zu haben", schrieb Crawford am Sonntag im Namen ihrer Familie im Onlinedienst Instagram. Nach dem Tod von Presley Gerber im September in einer Entzugsklinik in Kalifornien hatte die Familie darum gebeten, in "dieser schweren Zeit" ihre Privatsphäre zu respektieren.

Textgröße ändern: