English Woman's Journal - Erster Ebola-Fall in Nigeria: Gefährlicher Bundibugyo-Virusstamm nachgewiesen

Erster Ebola-Fall in Nigeria: Gefährlicher Bundibugyo-Virusstamm nachgewiesen


Erster Ebola-Fall in Nigeria: Gefährlicher Bundibugyo-Virusstamm nachgewiesen
Erster Ebola-Fall in Nigeria: Gefährlicher Bundibugyo-Virusstamm nachgewiesen / Foto: PIUS UTOMI EKPEI - AFP/Archiv

Der erste bestätigte Ebola-Fall in Nigeria geht laut den Gesundheitsbehörden auf den Bundibugyo-Virusstamm zurück, der bereits die aktuelle Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo verursacht hat. Zur Absicherung der Diagnose seien drei Molekulartests vorgenommen worden, sagte Olajumoke Babatunde, Direktorin der öffentlichen Labordienste am Nigerianischen Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention (NCDC), am Mittwoch im Anschluss an eine Dringlichkeitssitzung.

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Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte, dass es sich um die Bundibugyo-Variante handele, für dies es keinen passgenauen Impfstoff und keine spezielle Behandlung gibt. Erkrankt ist den Gesundheitsbehörden zufolge eine Diplomatin, die am 3. Oktober per Flugzeug aus Uganda eingereist war. Ihr Zustand habe sich immer weiter verschlechtert, die Frau leide an "Multiorganversagen", hieß es.

Am Dienstag hatte der nigerianische Gesundheitsminister Ali Pate erklärt, die Patientin sei in ein privates Krankenhaus in der Hauptstadt Abuja eingeliefert worden, "wo sie mehrere Tage lang behandelt wurde, bevor die Diagnose bestätigt wurde". Bislang seien 44 Kontakte ermittelt worden, die nun nachverfolgt würden.

Die derzeitige Ebola-Epidemie war Mitte Mai in der Demokratischen Republik Kongo offiziell festgestellt worden. In dem Land sind inzwischen mehr als 9000 Fälle gemeldet worden. Mehr als 4380 Menschen starben. Es handelt sich um den bislang verheerendsten Ausbruch in dem Land. Auch in Uganda, Kenia und weiteren afrikanischen Ländern wurden bereits Fälle nachgewiesen. Verursacht wird die aktuelle Epidemie vom der Bundibugyo-Variante.

Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen. Die Krankheit führt zu Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall bis hin zu inneren Blutungen und Organversagen. In den vergangenen 50 Jahren starben auf dem afrikanischen Kontinent mehr als 15.000 Menschen an Ebola.

N.M.Shaw--EWJ

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