English Woman's Journal - Linnemann weist Pflege-Forderungen der SPD zurück: Kostendeckel wäre "gefährlich"

Linnemann weist Pflege-Forderungen der SPD zurück: Kostendeckel wäre "gefährlich"


Linnemann weist Pflege-Forderungen der SPD zurück: Kostendeckel wäre "gefährlich"
Linnemann weist Pflege-Forderungen der SPD zurück: Kostendeckel wäre "gefährlich" / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat die Forderung des Koalitionspartners SPD nach einer Deckelung der Eigenanteile bei der Pflege kategorisch zurückgewiesen. "Ein Deckel ist ja hochgradig gefährlich", sagte Linnemann am Mittwochabend im "heute journal" des ZDF. "Das muss man einfach so sagen." Ein solcher Deckel würde dazu führen, "dass die Kosten weiter ausarten", warnte der Minister.

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Die Anbieter von Pflegeleistungen könnten durch einen Deckel zu weiteren Kostensteigerungen veranlasst werden, weil dies die Pflegenden und die Patienten durch die Deckelung der Eigenanteile nicht direkt betreffe, sagte er. Linnemann wies auch die Forderung der SPD zurück, dass die geplante Expertenkommission zur Pflegereform die Möglichkeit eines Kostendeckels prüfe. "Das geht nicht in die Kommission", sagte Linnemann.

Der Minister bestätigte zugleich im ZDF, dass die Kommission über einen anderen Wunsch der SPD - einen Finanzausgleich zwischen der privaten und der gesetzlichen Pflegeversicherung - beraten werde. Linnemann dämpfte aber die Erwartungen: "Ich warne davor, selbst wenn verfassungsrechtlich die Prüfung positiv ist und man würde das umsetzen, dass das die strukturellen Probleme in der Pflegeversicherung löst - mitnichten."

Für ihn liege der Kern der Reform in der Stärkung der Pflege zuhause, sagte der Minister. "Also lange Rede, kurzer Sinn: Wir werden an das Thema rangehen, indem wir sozial verträgliche Leistungszuschüsse einführen."

Die SPD-Bundestagsfraktion hatte zuvor gefordert, die Themen Pflegedeckel und Leistungsausgleich in der geplanten Kommission beraten zu lassen. Auch die SPD-Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, forderte am Mittwoch, dass diese beiden Punkte in der nächsten Stufe der Pflegereform enthalten sein müssten.

L.MacDonald--EWJ

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