English Woman's Journal - 40 Jahre nach Tschernobyl: Selbst gesammelte Pilze bei maßvollem Verzehr unbedenklich

40 Jahre nach Tschernobyl: Selbst gesammelte Pilze bei maßvollem Verzehr unbedenklich


40 Jahre nach Tschernobyl: Selbst gesammelte Pilze bei maßvollem Verzehr unbedenklich
40 Jahre nach Tschernobyl: Selbst gesammelte Pilze bei maßvollem Verzehr unbedenklich / Foto: PHILIPPE HUGUEN - AFP/Archiv

40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 ist es in Deutschland inzwischen wieder unbedenklich, selbst gesammelte Pilze in üblichen Mengen zu essen. Einige Pilze seien vor allem in Süddeutschland allerdings weiterhin mit radioaktivem Cäsium belastet, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter am Freitag mit. Bei maßvollem Verzehr sei die zusätzliche Strahlendosis jedoch gering.

Textgröße ändern:

Besonders hohe Belastungen wurden demnach im Bayerischen Wald gemessen: Semmelstoppelpilze und Rotbraune Semmelstoppelpilze enthielten in einzelnen Proben mehr als 2000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm. Unter anderem bei Maronenröhrlingen wurden teilweise mehr als 1000 Becquerel festgestellt.

Bei vielen anderen Pilzarten blieben die für den aktuellen Pilzbericht des BfS ermittelten Messwerte hingegen unter fünf Becquerel pro Kilogramm, wie es weiter hieß. Dazu gehörten unter anderem verschiedene Champignonpilze.

Pilze mit mehr als 600 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Der Grenzwert gilt laut BfS jedoch nicht für Pilze, die für den eigenen Verzehr gesammelt werden.

Cäsium-137 ist ein radioaktives Isotop des Elements Cäsium, das nicht natürlich vorkommt. Es entsteht unter anderem bei der Kernspaltung in Kernkraftwerken. Mit einer Halbwertszeit von rund 30 Jahren zerfällt jeweils die Hälfte der vorhandenen Menge. Von dem Cäsium-137, das sich hierzulande 1986 nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl ablagerte, ist inzwischen etwas mehr als die Hälfte zerfallen.

E.Brwon--EWJ

Empfohlen

Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln

Die schwarz-rote Koalition will bei der Vergabe von Facharztterminen an gesetzlich Versicherte mehr Gerechtigkeit schaffen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) kündigte am Wochenende Vorschläge von Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) an, die für kürzere Wartezeiten sorgen sollen. Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt, kritisierte die bisherige Bevorzugung von Privatpatienten als "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Facharzttermine: Unionsfraktionschef Frei will kürzere Wartezeiten für Kassenpatienten

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Thorsten Frei, dringt auf kürzere Wartezeiten auf einen Facharzttermin für gesetzlich Versicherte. Manches im Gesundheitssystem werde als ungerecht empfunden oder sei tatsächlich ungerecht, sagte Frei dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagausgabe). "Darum müssen wir uns kümmern. Ein Beispiel sind die oft langen Wartezeiten für Facharzttermine."

Nach Lungenkrebs-OP: Papst Leo XIV. wird am Samstag aus Klinik entlassen

Vier Tage nach seiner Lungenkrebsoperation kann Papst Leo XIV. am Samstag das Gemelli-Krankenhaus in Rom verlassen. "Unter Berücksichtigung der Blutuntersuchungen, des heute Morgen angefertigten Röntgenbildes des Brustkorbs und der klinischen Gesamtbewertung ist der Heilige Vater als entlassungsfähig eingestuft worden", hieß es in einer vom Vatikan verbreiteten Mitteilung der behandelnden Ärzte. Der Papst werde am frühen Nachmittag in den Vatikan zurückkehren.

GKV-Chef kritisiert Benachteiligung gesetzlich Versicherter bei Arztterminen

Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Oliver Blatt, hat gefordert, gesetzlich Versicherte bei der Vergabe von Arztterminen besserzustellen. Die 75 Millionen gesetzlich Versicherten finanzierten den allergrößten Teil der ärztlichen Honorare, sagte Blatt den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Trotzdem würden sie bei der Terminvergabe häufig gegenüber Privatpatienten benachteiligt. Das sei eine "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Textgröße ändern: