English Woman's Journal - RKI-Bericht: Bereits rund 15.800 hitzebedingte Todesfälle in diesem Sommer

RKI-Bericht: Bereits rund 15.800 hitzebedingte Todesfälle in diesem Sommer


RKI-Bericht: Bereits rund 15.800 hitzebedingte Todesfälle in diesem Sommer
RKI-Bericht: Bereits rund 15.800 hitzebedingte Todesfälle in diesem Sommer / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

In Deutschland sind in diesem Sommer bereits schätzungsweise 15.800 Menschen hitzebedingt zu Tode gekommen. Am häufigsten waren dabei Menschen ab 75 Jahren betroffen, wie aus dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die bundesweit erhobenen Zahlen geben Aufschluss über die geschätzte Zahl der Hitzetoten bis zum 16. August.

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Allein 9600 der 15.800 Menschen starben laut RKI dieses Jahr in der besonders heißen 26. Kalenderwoche, also zwischen dem 22. und dem 28. Juni. Damals gab es Rekordtemperaturen von mancherorts mehr als 41 Grad Celsius. Im Zeitraum zwischen Ende Juli und Mitte August gab es laut RKI etwa 4000 Sterbefälle infolge der Hitze.

Unter den vergangenen zehn Jahren gab es kein anderes, dass so viele hitzebedingte Sterbefälle aufwies wie 2026. Der letzte höchste Wert war laut RKI-Daten im Jahr 2018 bei geschätzt 8900 hitzebedingten Sterbefällen registriert worden.

Das Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle wird mit Hilfe von statistischen Methoden durch den Vergleich der Zahl von Sterbefällen in Sommerwochen mit und ohne Hitze modelliert. Das ist notwendig, weil Hitze auf Totenscheinen nicht als Todesursache angegeben werden kann und entsprechend auch nicht in der Todesursachenstatistik auftaucht.

Hitze führt etwa nur in seltenen Fällen unmittelbar zum Tod, so beispielsweise durch Hitzschlag. In den meisten Fällen ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod führt. Aus diesem Grund wird von hitzebedingten Todesfällen gesprochen.

Hitzeperioden führen in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Sterblichkeit. Das RKI veröffentlicht zwischen Juni und September wöchentlich einen Bericht über die aktuelle Lage. Parallel veröffentlicht auch das Statistische Bundesamt Daten zur hitzebedingten Sterblichkeit. Dass die Zahlen erst verspätet in der Statistik auftauchen, liegt laut RKI an den Mortalitätszahlen aus den Bundesländern, die erst mit fünfwöchiger Verzögerung berichtet werden.

L.MacDonald--EWJ

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