English Woman's Journal - EU-Behörde: Ewigkeitschemikalie TFA hat schädliche Wirkung bei der Fortpflanzung

EU-Behörde: Ewigkeitschemikalie TFA hat schädliche Wirkung bei der Fortpflanzung


EU-Behörde: Ewigkeitschemikalie TFA hat schädliche Wirkung bei der Fortpflanzung
EU-Behörde: Ewigkeitschemikalie TFA hat schädliche Wirkung bei der Fortpflanzung / Foto: Jeffrey Groeneweg - ANP/AFP/Archiv

Die Ewigkeitschemikalie Trifluoressigsäure (TFA) hat nach Einschätzung der EU-Chemikalienbehörde Echa eine schädliche Wirkung bei der menschlichen Fortpflanzung. Der Risiko-Prüfausschuss der Behörde mit Sitz in Helsinki empfehle daher eine entsprechende Einstufung des PFAS-Stoffs, informierte die Echa am Mittwoch die Nachrichtenagentur AFP per E-Mail über die Entscheidung, die vergangene Woche gefallen sei.

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Die PFAS-Chemikalie TFA könne "die Fruchtbarkeit beeinträchtigen" und "Schäden bei ungeborenen Kindern" verursachen, erklärte die Echa. Diese Einschätzung soll nun an die EU-Kommission übermittelt werden, damit sie entsprechende Einschränkungen vorschlägt.

PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, die synthetisch hergestellt werden. Sie sind wasser- und fettabweisend und stecken deshalb in etlichen Alltagsprodukten wie beschichteten Pfannen, Funktionskleidung, Imprägniersprays und Einweg-Verpackungen. Sie sind biologisch nicht abbaubar, reichern sich in der Natur sowie im menschlichen Körper an und werden deshalb als Ewigkeitschemikalien bezeichnet.

TFA kommt vielfach in der Industrie sowie als Unkrautvernichtungsmittel zum Einsatz. Außerdem wird der Stoff für Heiz- und Kühlsysteme genutzt. Die Substanz sei "sehr beständig und sehr mobil" und berge das Risiko, "eine sehr dauerhafte und weit gestreute Kontamination der Wasserressourcen" zu verursachen, erklärte die Echa.

Ende März hatte die EU-Behörde ein weitreichendes Verbot von Ewigkeitschemikalien empfohlen, wobei sie aber eine Reihe von Ausnahmen als sinnvoll einstufte. Sie veröffentlichte zwei Risikoanalysen, die als Grundlage für einen Gesetzesvorschlag der EU-Kommission dienen sollen.

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass einige der Chemikalien bei Menschen die Leber und das Immunsystem schädigen, die Wirkung von Impfungen und die Fruchtbarkeit verringern und Krebs erzeugen können. Einige Untergruppen sind bereits verboten, wurden in der Vergangenheit aber immer rasch durch ähnliche PFAS-Chemikalien ersetzt. Die EU-Kommission arbeitet deshalb seit Jahren an einem umfassenden Verbot.

Fünf EU-Länder, darunter Deutschland, hatten die Echa um eine Empfehlung gebeten. Zu der daraufhin veröffentlichten Empfehlung für ein weitreichendes PFAS-Verbot erklärte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) damals: "Ein allgemeines Verbot lehnen wir ab."

T.Wright--EWJ

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