English Woman's Journal - Ein Toter bei Protesten gegen Ebola-Quarantäneeinrichtung für US-Bürger in Kenia

Ein Toter bei Protesten gegen Ebola-Quarantäneeinrichtung für US-Bürger in Kenia


Ein Toter bei Protesten gegen Ebola-Quarantäneeinrichtung für US-Bürger in Kenia
Ein Toter bei Protesten gegen Ebola-Quarantäneeinrichtung für US-Bürger in Kenia / Foto: Luis TATO - AFP

Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und wütenden Demonstranten am Rande von Protesten gegen ein Ebola-Quarantänezentrum für US-Bürger ist am Dienstag in Kenia mindestens ein Mensch getötet worden. Ein AFP-Reporter sah den Mann in der Stadt Nanyuki mit einem Kopfschuss reglos am Boden liegen. "Sein Tod ist bestätigt", sagte wenig später der Direktor der Hilfsorganisation Vocal Africa, Hussein Khalid. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurde ein weiterer Mensch durch einen Tränengas-Kanister verletzt.

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In Kenia selbst wurde noch nie ein Ebola-Fall registriert. In dem Quarantänezentrum auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia sollen US-Bürger unterkommen, die in der weiter westlich gelegenen Demokratischen Republik Kongo womöglich in Kontakt mit dem Virus gekommen sind. Das Zentrum soll über 50 Isolierbetten verfügen, von US-Mitarbeitern verwaltet werden und steht offenbar kurz vor der Fertigstellung.

"Laikipia ist doch keine Deponie", sagte die 47 Jahre alte Priscilla Waimani der Nachrichtenagentur AFP, die bei der Demonstration in eine kenianische Flagge gehüllt war. "Ich bin nicht glücklich mit der Entscheidung der USA, in unserem Land eine Quarantäneeinrichtung zu bauen."

Bei früheren Protesten gegen die Einrichtung waren am 1. Juni laut Menschenrechtsgruppen zwei Menschen getötet worden. Zwischenzeitlich hatte das oberste Gericht die Aussetzung der Arbeiten verfügt, was allerdings nicht umgesetzt wurde.

Der kenianische Präsident William Ruto hatte den Bau des Quarantänezentrums vorangetrieben und erklärt, das Land schulde den USA Unterstützung. "Es wäre äußerst bedauerlich, wenn wir eine Anfrage der Amerikaner, auf ihre eigenen Kosten eine Anlage zu errichten, ablehnen würden, denn dann würden wir sehr unmenschlich aussehen", hatte Ruto vergangene Woche erklärt.

R.Mcintosh--EWJ

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